Digitaler Mittag: Raus aus den Netzwerken, rein ins Fediverse? 26.10.2026, 12-13 Uhr

Behörden, Hochschulen und Kultureinrichtungen kommunizieren nach wie vor über Facebook, Instagram und X. Gleichzeitig wächst die Kritik an den Plattformen: Werbung, Hassrede, Desinformation, intransparente Algorithmen.

Was folgt daraus für öffentliche Institutionen? Sollten sie sich ganz aus den sozialen Netzwerken zurückziehen? Oder gibt es Alternativen, die dem Auftrag öffentlicher Kommunikation besser gerecht werden?

Anja Obermüller: Warum die Landeshauptstadt Dresden im Fediverse aktiv sein sollte

„Hätte man jemandem vor zwanzig Jahren gesagt, wie soziale Medien heute aussehen und funktionieren, wäre die Person vermutlich hochgradig irritiert, dass wir das als freie Menschen und als demokratische Gesellschaft einfach so mitmachen und hinnehmen“, sagt Anja Obermüller im FLURFUNK-Interview.

Daraus abgeleitet folgt die Empfehlung, dass sich die Landeshauptstadt Dresden (und nicht nur die) mittelfristig weniger in den bekannten sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram engagieren sollte. Stattdessen empfiehlt sie die Kommunikation im Fediverse.

Anja Obermüller: „Das Konzept durchbricht die Monopole“

Mastodon vs. Twitter – unser Text hat einige Reaktionen erzeugt. Anja Obermüller ist eine der Gründerinnen und Geschäftsführerin der Dresdner Forschungswerk GmbH und bereits seit über einem Jahr im Fediverse bzw. bei Mastodon unterwegs.

Im Interview erläutert sie die Vorteile und ihre Beweggründe. Zitat aus dem Interview: „In einer Demokratie sollte aber ein einzelner Konzern entscheiden, welche Information wir erhalten“.