Medienlinks: Jana Hahn wird Programmchefin von MDR Info

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Der ZDF-ARD-Gemeinschaftssender Ki.Ka hat seinem unter Betrugsverdacht stehenden Mitarbeiter zum 17. Dezember außerordentlich gekündigt. Zudem hat der Sender die Zahlungsberechtigungen verändert, die es dem Mitarbeiter ermöglicht hatten, insgesamt rund sieben Mio Euro zu veruntreuen - kress.de

MDR: Hörfunkdirektor Johann Michael Möller gibt sein zusätzliches Amt als Programmchef von MDR Info rückwirkend zum 1. Dezember an Jana Hahn ab. Die 42-Jährige war bislang seine Stellvertreterin bei MDR Info und leitete die Redaktion Zeitgeschehen - turi2.de

"Der Mitteldeutsche Rundfunk steht an einem Scheideweg", sagte Thüringens Medienstaatssekretär Peter Zimmermann. Der Sender produziere zwar das erfolgreichste dritte Programm, aber damit das so bleibe, sehe er Anzeichen für notwendige technische, organisatorische und wirtschaftliche Innovationen, die strategisch zusammengeführt werden müssten, so das Mitglied des MDR-Rundfunkrates. "Zudem müssen die Kosten auf den Prüfstand gestellt werden: Zum Beispiel für technische Herstellung, Verbreitung und Personal", sagte Zimmermann. Einsparpotenzial gebe es beispielsweise beim Frequenzmanagement - tlz.de

Rundfunkrat und Verwaltungsrat des MDR werden sich auf Sondersitzungen am 17. Januar mit der Ki.Ka Betrugsaffäre befassen. Der Programmgeschäftsführer des Kinderkanals, Steffen Kottkamp, kündigte am Dienstag zudem an, Vergabe und Abrechnung von Leistungen künftig strikt zu trennen - volksstimme.de

Medienlinks vom 11.12. bis 22.12.2010

Der suspendierte Herstellungsleiter des Kinderkanals (KI.KA) ist mit sofortiger Wirkung entlassen worden. Außerdem seien die Unterzeichnungsberechtigungen im KI.KA verändert worden, um eine wirksame Kontrolle zu gewährleisten, teilte der zuständige Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) am Dienstag mit - naumburger-tageblatt.de
Der Herstellungsleiter als "Zweiter Mann" im KI.KA hatte eine Zahlungsanweisungsberechtigung bis zu 500.000 Euro. Dadurch war es möglich, auch Zahlungen über 50.000 Euro trotz formaler Einhaltung des vorgeschriebenen Mehr-Augen-Prinzips innerhalb der Herstellungsleitung des KI.KA auszulösen ohne zum Beispiel den KI.KA-Programmgeschäftsführer einzubeziehen.
„Da es Hinweise auf Betrug und Untreue auch vor 2005 gibt, kann die gesamte Schadenshöhe für den KI.KA bisher nicht abschließend festgestellt werden. Die Behörden gehen von rund sieben Millionen Euro Gesamtschaden aus", betont der MDR-Unternehmenssprecher - mdr.de/presse

Nach SPIEGEL-Informationen warnte das ZDF bereits 2008 eindringlich vor den Zuständen beim Kika, einer Gemeinschaftseinrichtung von ARD und ZDF unter Federführung des MDR. In einem Revisionsbericht hieß es, dass Bestellungen und Abrechnungen personell nicht immer ausreichend getrennt seien. Auch ein Team der Abteilung "Forensic Services" der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC unter Leitung eines Kriminalrats a. D. empfahl unter anderem, der Sender solle Programmverantwortliche von den Mitarbeitern trennen, die für den Einkauf zuständig sind - spiegel.de
Der Betrugsskandal um fingierte Rechnungen beim öffentlich-rechtlichen Kinderkanal Ki.Ka könnte größer werden als bisher bekannt - infranken.de
Bereits 2008 soll das ZDF eindringlich vor den Zuständen beim KiKa gewarnt haben, schreibt der „Spiegel“. In einem Revisionsbericht hieß es, dass Bestellungen und Abrechnungen bei dem Sender in Erfurt personell nicht immer ausreichend getrennt seien - tagesspiegel.de

Anders als in den Vorjahren überzieht der MDR dieses Mal kaum, der Ablauf ist gestrafft. Nur die Live-Schaltungen auf den Berliner Gendarmenmarkt, wo Sängerin Annett Louisan, Topmodel Marcus Schenkenberg und andere im Schneegestöber Spenden sammeln, nimmt der Gala etwas an Schwung – aber mehrt zumindest das Endergebnis. 4,25 Millionen Menschen (Marktanteil: 13,6 Prozent) sehen die Live-Gala des spanischen Startenors am Donnerstagabend im Ersten der ARD. Fast 6,7 Millionen Euro hat die zweieinhalbstündige Show zugunsten der weiteren Erforschung der lebensbedrohlichen Krankheit Leukämie eingespielt - focus.de

Zapp: Ein neuer Korruptionsskandal erschüttert die ARD. Nachdem schon die Sportchefs Jürgen Emig und Wilfried Mohren sowie Fernsehspielchefin Doris Heinze Gebührengelder in die eigene Tasche gewirtschaftet hatten, ist jetzt ein neuer, noch viel größerer Betrug aufgeflogen. Im Kinderkanal von ARD und ZDF, dem KIKA, soll ein Mitarbeiter in den letzten fünf Jahren Millionen Euro abgezweigt haben. Offensichtlich ein Kinderspiel - ndr.de
Interview Steffen Grimberg - ndr.de
Udo Reiter: “Aber es ist klar, dass es eine weitere Verschärfung der Kontrollmechanismen und der Regeln insgesamt geben muss. Dabei geht es unter anderem um weitere Sicherungen bei der Rechnungsprüfung. Es reicht nicht aus, nur auf die Formalien zu achten, man muss jede Position auch inhaltlich prüfen. Dadurch wird zwangsweise eine zusätzliche Bürokratisierung entstehen, die das Programmmachen bestimmt nicht erleichtert. Das ist das Fatale daran: Ein Schurke diskreditiert ein insgesamt vernünftiges System und die anständige und erfolgreiche Arbeit vieler Mitarbeiter. Eine persönliche Verantwortung einzelner Personen über den Betrüger hinaus kann ich derzeit nicht erkennen." - volksstimme.de

Erst im Sommer gab es beim Mitteldeutschen Rundfunk einen Generationswechsel im Rundfunkrat. Sieben von acht Räten wurden neu gewählt. Bald steht die nächste Top-Personalie beim MDR an: Chefredakteur Wolfgang Kenntemich wird 2011 aller Voraussicht nach in Ruhestand gehen. Nach MEEDIA-Informationen gibt es zwei heiße Kandidaten für seine Nachfolge: Thomas Braune, der Regierungssprecher des brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck und Tim Herden, Leiter des MDR-Studios in Berlin - meedia.de
Der Betrugsfall beim ARD/ZDF-Kinderkanal ist trotz mehrerer Kontrollen nicht aufgefallen. Das sagte der federführende MDR-Intendant Udo Reiter der Nachrichtenagentur dpa - infosat.de
Kika: Als Konsequenz kündigte Reiter schärfere Kontrollen an. „Es ist klar, dass es eine weitere Verschärfung der Kontrollmechanismen und der Regeln insgesamt geben muss. Dabei geht es unter anderem um weitere Sicherungen bei der Rechnungsprüfung.“ Reiter bezeichnete den Fall als „extrem ärgerlich, auch für mich persönlich“. Eine persönliche Verantwortung einzelner Mitarbeiter über den Betrüger hinaus könne er derzeit aber nicht erkennen - welt.de
K. konnte als Vertreter des Kika-Chefs Aufträge in Höhe von bis zu 500.000 Euro ohne Erlaubnis eines Vorgesetzten vergeben, machte davon aber kaum Gebrauch, wie es aus dem Haus heißt. Er stückelte die Summen lieber in unauffällige Beträge im 10.000er-Bereich, zuletzt sollen sie immer kleiner geworden sein. … Es soll zudem schon vor Jahren ein schriftlich festgehaltenes Personalgespräch gegeben haben, in dem der damalige Leiter des Kika, Frank Beckmann, K. auf seine Spielleidenschaft ansprach. K. soll versichert haben, dass er alles im Griff habe. …
Martin Stadelmaier. »Es kann durchaus sein, dass es da eine Stelle zu viel gegeben hat«, sagt er. »Der Fall ist so gravierend, dass man sich das alles ganz genau anschauen muss.« - zeit.de

Rick Noack ist 17 und schon seit Jahren Journalist. Mit seinem "Club der jungen Journalisten" will er nun seine Generation in die Branche bringen. Und ihr Bild in der Öffentlichkeit geraderücken - sueddeutsche.de

Der Medienrat der Sächsischen Landesmedienanstalt hat auf seiner Sitzung am Dienstag die Weichen für die Arbeit im nächsten Jahr gestellt. Dabei ging es unter anderem um die Unterstützung der Digitalisierung - digitalfernsehen.de

Reiter führt aus, 2009 sei beim KI.KA eine interne Revision durch die dafür zuständigen Spezialisten des HR und des ZDF vorgenommen worden. Diese habe damals nicht zu Hinweisen auf den jetzt vorliegenden Verdachtsfall geführt. Der KI.KA sei zudem über Jahre hinweg von den Rechnungshöfen Rheinland-Pfalz und Thüringen geprüft worden. Diese hätten für die Haushaltjahre 1997 bis 2004 Prüfungen vorgenommen. Die ausgewerteten Unterlagen hätten damals "keinen Anlass zu Beanstandungen seitens der Rechnungshöfe" gegeben. Alle Nachfragen der Prüfer seien beantwortet worden. Das Verfahren sei von den Rechnungshöfen ohne Prüfungsmitteilung 2008 eingestellt worden - epd.de
Der MDR, der für den Kinderkanal Ki.Ka zuständig ist, gerät nach der Verhaftung eines leitenden Ki.Ka-Angestellten unter Druck - bz-berlin.de

Eine externe Kontrolle des KiKa ist schwierig, weil die Aufsicht über den Spartenkanal, der von ARD und ZDF gemeinsam betrieben wird, zwischen den Anstalten rotiert. Im mutmaßlichen Betrugszeitraum lag sie laut FOCUS beim Hessischen Rundfunk und dem ZDF - focus.de

Jetzt muss sich der MDR nach SPIEGEL-Information pikanten Vorwürfen stellen, darunter: Warum durfte der Mann überhaupt Buchungen in so großer Höhe tätigen? Vor allem beschäftigt die Aufsichtsgremien nach SPIEGEL-Information die Frage, wie es einem einzigen Mitarbeiter erlaubt sein kann, Buchungen in Höhe von bis zu 500.000 Euro zu veranlassen. Eigentlich ist das nur Direktoren und Hauptabteilungsleitern vorbehalten. Offenbar gab es aber für den beschuldigten Herstellungsleiter Marco K. eine Sonderregelung - spiegel.de
Eigentlich sei dies nur Direktoren und Hauptabteilungsleitern vorbehalten, aufgrund der Organisationsstruktur des Kinderkanals habe es aber eine Sonderregelung für den mittlerweile suspendierten Mitarbeiter gegeben - kress.de
Ki.Ka-Millionenbetrug: MDR gerät zunehmend unter Druck - freies-wort.de
„Wir erwarten einen Bericht des Intendanten über die offensichtlichen Fehler und Mängel in der Kontrolle“, sagte Gerd Schuchardt, Vorsitzender des MDR- Verwaltungsrats, dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. „Auch will ich eine Antwort, wieso das Vier-Augen-Prinzip nicht konsequent umgesetzt wurde.“ - lvz-online.de
In der Betrugsaffäre um den Herstellungsleiter des Kinderkanals von ARD und ZDF (KI.KA) dringt der Verwaltungsrat des federführenden MDR auf Aufklärung. "Wir erwarten einen Bericht des Intendanten über die offensichtlichen Fehler und Mängel in der Kontrolle", sagte der Vorsitzende des MDR-Verwaltungsrates, Gerd Schuchardt, laut einem Vorabbericht des "Spiegels". …
Wie das Münchner Magazin "Focus" am Samstag vorab berichtete, ist der mutmaßliche Betrug auf Schwächen im Kontrollsystem zurückzuführen. Die Rechnungen seien von zwei Mitarbeiterinnen abgezeichnet worden, die dem Herstellungsleiter unterstellt gewesen seien - evangelisch.de
Wegen Schwächen im Kontrollsystem blieb laut MDR-Erkenntnissen der Millionenbetrug beim Kindersender Kika lange Zeit unentdeckt.
So hatte der verhaftete Herstellungsleiter Marco K. die Summen gestückelt, um sie unter einer bestimmten Grenze zu halten, berichtet das Nachrichtenmagazin Focus am Samstag vorab. Zudem wurden die Rechnungen von zwei Mitarbeiterinnen abgezeichnet, die dem Beschuldigten unterstellt waren. Der MDR überprüft nun laut Focus, ob diese von K. unter Druck gesetzt worden sind - digitalfernsehen.de
Dabei waren dem MDR laut "Spiegel" bereits seit dem vergangenen Jahr 2009 Ungereimtheiten bekannt. So erhielt der Anti-Korruptions-Beauftragter der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt ein anoymes Schreiben, in dem die "langjährige Zusammenarbeit des KI.KA einer Firma problematisiert" wurde, "wobei auch Vorwürfe gegen einen Mitarbeiter des KI.KA erhoben wurden" - tvmatrix.net
Der Mitteldeutsche Rundfunk MDR und der Kinderkanal von ARD und ZDF erhalten Akteneinsicht im Falle des wegen Untreue angeklagten Kika-Mitarbeiters. Zudem schaltete der MDR eine auf Wirtschaftskriminalität spezialisierte Anwaltskanzlei ein - digitalfernsehen.de
In Bezug auf den unter Verdacht stehenden Angestellten mehren sich zudem die Verdächtigungen, dass er mit den veruntreuten Geldern seine Spielsucht habe finanzieren wollen - dwdl.de

Und immer wieder gibt es Gerüchte über Kick-Back-Geschäfte bei Auftragsproduktionen, an denen Redakteure durch eine Rückerstattung des gezahlten Betrages heimlich verdienen. … Marco K. konnte bis zu 50.000 Euro ausgeben, ohne sich ernsthaft rechtfertigen zu müssen. Das hat er allem Anschein nach ausgenutzt, und zwar regelmäßig. Der Programmgeschäftsführer gibt zu, dass K. ohne die Selbstanzeige aus Berlin immer noch an der Stelle säße, an der solcherlei Betrug nicht aufgefallen ist - faz.net

Das DIMBB Dresdner Institut für Medien, Bildung und Beratung, gegründet von Heiko Hilker, erstellt werktäglich einen Nachrichtenüberblick zu aktuellen Medien-Entwicklungen in Deutschland. Die DIMBB-MEDIEN-NEWS verlinken die wichtigsten online zugänglichen Artikel zur Medienpolitik in über 40 Rubriken. Das E-Mail-Abo kostet 15 Euro im Monat. Bestellen Sie die DIMBB-MEDIEN-NEWS hier.

Eine Auswahl von relevanten Links für Sachsen und Dresden geben wir hier unregelmäßig wieder - Flurfunk Dresden dankt dem DIMBB für die Bereitstellung.

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