Lesehinweis: „Wie ich versuchte meine Tageszeitung online zu lesen“

Dieser Lesehinweis liegt schon ein paar Tage bei uns im Postfach - ist aber nach wie vor einen Link wert: Endreas Müller, sonst in erster Linie Fußball-Blogger, beschreibt seine Erfahrungen, als er versuchte, "die SZ online zu lesen". Dabei ging er ganz vorurteilsfrei an die Sache heran - und gab am Ende trotzdem auf.

Zitat aus seinem Blog-Posting:

"Wieso baut die SZ so viele Fallen und Umständlichkeiten in ihre Onlineangebote ein, und macht es den Nutzern so schwer, die Artikel abzurufen? Und wieso ist es so kompliziert sich anzumelden, etwas zu bestellen oder eine Preisinfo zu bekommen? Aus meinen Schilderungen kann man natürlich entnehmen, dass ich auch etwas ungeduldig war und mindestens einmal „nicht sorgfältig genug gelesen“ habe. Man wird aber das Gefühl nicht los, dass die SZ einfach keine Ahnung - oder noch schlimmer – kein Interesse daran hat, dass Inhalte über das Internet abgerufen werden."

Der Blog-Eintrag von Endreas Müller trägt den Titel: "[Offtopic] Abenteuer SZ - Wie ich versuchte meine Tageszeitung online zu lesen - von e-papern, Abos und Passwortfeldern".

Mit Dank für den Hinweis!

4 Kommentare
  • Luisa Jakob
    Februar 12, 2013

    Mir geht es genau so. Ich kann nur mutmaßen, dass die Zeitung versucht, sich durch das Online-geschäft nicht die Abo und Kaufzeitungsumsätze kaputt zu machen. Nur: Ich würde aber weder eine Zeitung kaufen noch ein Monats-Onlineabo abschließen. Dennoch wäre ich bereit, für einzelne Artikel ein paar Cent auszugeben, denn über Tablet oder Smartphone liefert mir die Zeitung sehr wohl Informationen, die ich so nirgends anders bekomme. Wenn ich aber nicht einmal die Möglichkeit bekomme, mein Geld abzusondern, dann bin ich weg. Oder bei anderen Anbietern.

  • Peter Macheli
    Februar 12, 2013

    Mich frustriert die Durchmischung von Bezahl- und Gratis-Inhalt auf der Startseite. Bzw. hat mich frustriert, ich bin dort nur noch selten. Aus meiner Sicht wäre es sinnvoller, entweder direkt am "Eingang" eine Benutzerabfrage zu schalten und alles zu "verkaufen" oder die Artikel der Startseite konsequent für alle lesbar/zugänglich zu machen.
    BTW, ich würde ein epub abonnieren, wenn der Preis stimmt. Es muss aber automatisch morgens auf meinen E-Book-Reader (oder Smartphone/Tablet) kommen. Technisch geht das problemlos, die TAZ ist, was Formate betrifft, vorbildlich.
    Als Zeitungsverlag würde ich viel viel viel stärker auf Zukunft setzen.

  • Petra Z.
    Februar 13, 2013

    Nur mal so nebenbei: wer sich täglich die SZ als Online Ausgabe kaufen will, der kann das auf http://www.pubbles.de tun. Soweit ich gesehen habe, gibt es da auch die Morgenpost.

    Grüße an die flurfunker
    Petra

  • stefanolix
    Februar 13, 2013

    Dass man keinen Preis mitgeteilt bekommt, wenn man sich für ein Voll-Abo der Sächsischen Zeitung interessiert, fand ich in dem verlinkten Artikel zunächst auch pikant, aber es klärt sich auf.

    Es stellt sich natürlich wirklich die Frage: Muss man erst viele Formularfelder inklusive der eigenen Bankverbindung ausfüllen? Es gibt einen kryptischen, kleingedruckten Hinweis am Beginn des Formulars:

    Ich bestelle die Sächsische Zeitung im Abo zum jeweils gültigen Preis, derzeit in Höhe von siehe "Lokalausgabe".

    Natürlich ist das kein Link zu einer Preisliste der Lokalausgaben. Wo kämen wir denn da hin: WWW mit Hyperlinks? ;-)

    Aber wenn man das Ausführen von JavaScript von der Seite abo-sz.de zulässt, wird der Preis für die Lokalausgabe anhand der Postleitzahl berechnet. Wenn man mit JavaScript-Blocker unterwegs ist, sieht man von dem Preis wirklich nichts. Es gibt auch keinen Hinweis, dass JavaScript notwendig sei.

    Es gab früher mal eine Regel im Webdesign: Konstruiere eine Seite so, dass auch ohne JavaScript, Flash & Co. jede wesentliche Information erkennbar ist. Diese Regel scheint völlig in Vergessenheit geraten zu sein ;-)

    Interessant ist auch die Datenschutz-Anmerkung: Die Daten können von der »DD+V GmbH & Co. KG sowie deren Tochterunternehmen« genutzt werden. Welcher Dresdner weiß schon, wie viele Tochterunternehmen das inzwischen sind und auf welchen Gebieten sie arbeiten?

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