MDR-Tochter: DREFA-Geschäftsführer Jürgen Vogel-Jahn freigestellt

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MDR-Intendantin Karola Wille hat Jürgen Vogel-Jahn, einer von zwei Geschäftsführern der DREFA, freigestellt. Ensprechend ist Vogel-Jahns Name nicht mehr im Impressum der DREFA-Webseite zu finden, ebenso ist seine Vita von den Seiten verschwunden - im Impressum steht nur noch sein Mitgeschäftsführer Uwe Geißler, der weiterhin im Amt ist.

Der studierte Journalist Vogel-Jahn gehörte seit 1999 zur Geschäftsführung der DREFA. Stationen vorher waren u.a. die Leitung von MDR LIFE (dem Vorgängerprogramm von Jump) sowie Programmdirektor und Geschäftsführer bei PSR (1992-1998). Sein Lebenslauf ist bei Blickpunkt Film nachzulesen.

Die DREFA-Struktur (auf Bild klicken, um Schema als PDF zu laden)Die DREFA-Holding ist eine 100-prozentige Tochter des MDR und führt insgesamt "14 Medienunternehmen mit fast 600 Mitarbeitern", wie auf der Webseite nachzulesen ist. Dort ist über die Funktion nachzulesen:

"Die DREFA Media Holding GmbH ist die Führungs- und Finanzholding mit zentralem Servicebereich für die Unternehmen der DREFA-Mediengruppe."

Und:

"Die DREFA Media Holding repräsentiert die Gruppenunternehmen als Ganzes nach außen und fungiert als Ansprechpartner für Großkunden, die geschäftsfeldübergreifende Projekte realisieren möchten. Zwischen dem Hauptauftraggeber MDR und den auftragnehmenden Töchtern versteht sie sich als "Katalysator" und schafft damit die Rahmenbedingungen für das operative Geschäft der einzelnen Unternehmen. Durch ihre Beteiligung an der Bavaria fungiert die DREFA Holding zugleich als Sprachrohr des MDR und der DREFA-Unternehmen in den ARD-Beteiligungsstrukturen."

Über die Gründe für Vogel-Jahns Ausscheiden kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur spekuliert werden. In Leipzig und Umgebung wird kolportiert, man sei in den Führungsetagen des MDR mit der Auftragsakquise bzw. dem Umsatz der DREFA durch externe Auftraggeber unzufrieden. Auch waren die MDR-Töchter, die von der DREFA verwaltet werden, bei diversen Ausschreibungen des MDR außen vor geblieben. Andere Quellen sprechen davon, zwischen Vogel-Jahn und die Intendantin hätte es eine "veritable Verstimmung" gegeben.

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