Lesehinweis: Das Versagen der Dresdner Lokalpresse bei der Lewitscharoff-Rede

Lesehinweis: Das "Altpapier" thematisiert heute ausführlich das Versagen der Dresdner Lokalpresse, den Skandal in der Rede von Sibylle Lewitscharoff zu erkennen, der inzwischen die nationalen Feuilletons erreicht hat.

Zitat:

"Vielleicht wäre es Karin Großmann leichter gefallen, über den Skandal zu schreiben, wenn andere im Publikum ihn stärker markiert hätten.
Die Urszene des Scoops: Zu merken, dass etwas eine Geschichte ist und zugleich zu realisieren, dass man das ganz allein entscheiden muss. Insofern lässt sich an der Verzögerung eine Déformation professionelle beobachten: Es gibt auch Nachrichten, die man selbst reportieren muss, weil sie noch nicht als dpa-Meldung in der Welt sind."

Die ganze Besprechung des medialen Vorgangs findet sich im Altpapier vom 7.3.2014, Titel: "Die Verzögerung medientheoretisch".

5 Kommentare
  • stefanolix
    März 7, 2014

    Ich wäre einfach gegangen und hätte über diese Rede gar nichts geschrieben. Denn damit hätte die Rednerin ihr Ziel – die Maximierung der Aufmerksamkeit für ihr Buch – verfehlt. Aber die Sächsische Zeitung ist ja die Veranstalterin der Reden …

  • Alexander Keuk
    März 7, 2014

    Völlig vergessen hat der Blogautor wohl die Heranziehung und Analyse der Rezensionen in den Printausgaben von SZ und DNN (die Behauptung, es gäbe nur dpa-Meldungen, ist schlicht falsch) ohne die sich wohl kaum ein wie auch immer ausfallendes Fazit "über die Lokalpresse" ziehen läßt. Das zeugt von mangelhafter Recherche - und das bei einem Blog, das sich "Alt*papier*" nennt...

  • Ray Van Zeschau
    März 7, 2014

    Selbiges zum Thema "Serge Dorny". Alles quasi vor der Haustür, aber Dresdens Blätterwald pennt einfach.

  • Kai Haupt
    März 7, 2014

    Den Fall Dorny sehen ich ganz anders. Der wurde sowohl in der SZ auf der Kulturseite, als auch in der Morgenpost (Kultur), sehr genau und ausführlich behandelt und es kamen einige neue Informationen ans Licht, die sowohl seitens der Landesregierung nicht beabsichtigt waren, als auch von der dpa nicht aufgegriffen wurden. @Ray dann bitte Zeitungen auch lesen und nicht offenbar nur von oben herab verurteilen!

  • Kai Ludwig
    März 9, 2014

    @Alexander Keuk: Sehe ich insofern anders, als dort moniert wurde, die Dresdner Zeitungen hätten es versäumt, das Thema „an die große Glocke zu hängen“. Die Druckausgaben liest z.B. in Frankfurt halt niemand, ob einem das nun gefällt oder nicht.

    Was der Witz dabei ist: Das GEP hat dieses Problem selbst. Ich sage nur epd Medien; das dazugehörige freie Internetangebot segelt doch unter jeder Wahrnehmungsschwelle, so rudimentär, wie es ist.

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