„Sächsische Zeitung“: DD+V übernimmt Vermarktung von dresden.de

Bemerkenswert: Die "Sächsische Zeitung" berichtet heute (23.10.2014) über das eigene Mutterhaus, dass dieses ab Juli 2015 die Vermarktung von dresden.de übernimmt.

Titel: "Neuer Vermarkter für dresden.de".

Wörtlich ist da zu lesen:

"Das Geld für die Anzeigen fließt ab kommendem Jahr nicht mehr an die Firma Sandstein Neue Medien, sondern an eine Gruppe, die sich Arbeitsgemeinschaft (Arge) Vermarktung dresden.de nennt. Das geht aus einem Vorschlag des Rathauses hervor, mit dem sich in Kürze auch der Stadtrat befassen wird. Hinter der Arge steckt der Verlag DD+V, in dem die Sächsische Zeitung erscheint, sowie das Unternehmen Maxity."

Hinter Maxity steht Lars Knüpfer (Knüpfer-Verlag), der bereits beim Betrieb der Dresden Information mit der DD+V kooperiert (vgl. Flurfunk Dresden vom 23.1.2014: "DTG-Nachfolge: DD+V und Knüpfer gewinnen städtische Tourismus-Ausschreibung").

DD+V und Maxity sind jetzt schon bei dresden.de involviert: Von Maxity stammt der Gastro-Guide, der auf dresden.de eingebunden ist, über SZ-Online kommen die Immobilien-Angebote.

Bemerkenswert ist die Berichterstattung, weil es sich "nur" um eine Beschlussvorlage handelt, der Stadtrat also erst noch entscheiden muss. Solche Gremien sind aber gemeinhin sehr unberechenbar, vor allem, wenn noch offene Entscheidungen vorher als gesetzt verkündet werden... Die Redaktion beweist damit – zumindest aus unserer Sicht – ihre Unabhängigkeit. Wobei: Aus dem Beitrag geht auch hervor, dass die DD+V der einzige Bewerber war.

Hintergrund für die Veränderungen bei der Vermarkter ist ein Streit über die Ausschreibung der Stadt. Darüber kann man einiges bei den Kollegen von sputnika lesen (vgl. sputnika.de vom 29.7.2014: "Ausschreibung Vermarktung dresden.de" und vom 10.7.2014: "Dresden will sich im Netz neu zeigen. Sputnika sagt wie.").

6 Kommentare
  • unwichtig
    Oktober 23, 2014

    Wäre natürlich gut, wenn der Flurfunk die Namen der beteiligten Unternehmen richtig abschreiben könnte...

  • owy
    Oktober 23, 2014

    @unwichtig: Vollkommen richtig! Habe es gerade korrigiert. Danke für den Hinweis! (owy)

  • Tino Göbel
    November 3, 2014

    Danke für die Nennung, liebe Kollegen. Wäre aber auch gut zu erwähnen, dass der Zuschlag noch nicht erteilt wurde. Auch wenn die Bieter die einzigen sind, die daran Interesse haben. Ihr vermeldet somit eine News, die noch nicht sicher ist.

  • owy
    November 3, 2014

    @Tino Hast du unsere Meldung komplett gelesen?

  • noname
    November 4, 2014

    Man muss nur mal die weiterführenden Links hier bei Flurfunk unter dem Artikel anklicken. Die Karriere des Herrn Knüpfer ist schon interessant: 2009 mit der DTG angetreten, um "eigene Angebote (der DTG) im Netz besser zu platzieren". Hat offenbar nicht so gut geklappt. Da muss man sich wohl mit Hilfe der Politik im Spiel halten, um es nochmal probieren zu dürfen. Die neue Kooperation im Tourismus-Geschäft von DD+V und Knüpfer scheint allerdings auch nicht so toll zu laufen, ist aber wahrscheinlich "too big to fail" - dann muss man ihnen halt auch noch die Vermarktung von Dresden.de komplett hinterher schmeißen. Als Monopolist für die Online-Vermarktung der touristischen Anbieter wirtschaftet es sich bestimmt leichter.

  • Tino Göbel
    November 5, 2014

    Asche auf mein Haupt, sorry. Wer lesen kann ... Ich hätte es eigentlich besser wissen müssen, dass der "für gewöhnlich gut informierte Medienblog" keine Falschmeldungen publiziert. :)

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