„Aus Politik und Zeitgeschichte“ beleuchtet das Phänomen Dresden

Kurz nachdem das "Time"-Magazin dem Pegida-Dresden mit seinem Titelbild weltweite Prominenz beschert hat, wird der Landeshauptstadt auch auf bundesdeutscher Ebene eine zweifelhafte Ehre zuteil: Die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) widmet Dresden eine ganze Ausgabe der „Aus Politik und Zeitgeschichte“, der Beilage zum Bundestags-Wochenblatt „Das Parlament“.

In sechs Beiträgen versuchen Autoren von der jungen Dresdner Schriftstellerin Franziska Gerstenberg über Frank Richter von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung bis zu Pegida-Erforscher Hans Vorländer, das Phänomen Dresden zu ergründen. Was an der Protestbewegung ist „spezifisch Dresdnerisch“? Hat diese Stadt vielleicht tatsächlich besondere „Antennen“ für gesellschaftliche Problemlagen? Woher rührt diese sonderbare Dresdner „Eigengeschichte“ (Zitat Hans Vorländer), die hier ausgeprägter ist als in vergleichbaren Städten? Welche Rolle spielt der Fixpunkt 13. Februar? Und wie steht es um die hiesige Debattenkultur?

Das Heft schließt mit einer Betrachtung der Dresdner Fußballseele durch den Berliner Journalisten Frank Willmann. Es ist ein Versuch, auch die anderen gesellschaftlich spannenden Facetten dieser Stadt nicht zu vernachlässigen. Er wirkt im Februar 2016 etwas deplatziert – die Botschaft der Text-Sammlung schmälert das nicht: Diese „zerrissene Stadt“ wird bis auf weiteres immer wieder zu Diskussionen herausfordern.

Die Dresden-Ausgabe der „Aus Politik und Zeitgeschichte“ gibt es hier als PDF zum Download. Die Beiträge können hier auf der Homepage der BpB auch online gelesen werden.

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