Anmerkungen zu den „Zensur“-Vorwürfen von Katrin Huß

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Die ehemalige TV-Moderatorin Katrin Huß hatte im Sommer 2016 den MDR überraschend verlassen - nun werden öffentlich die "wahren" Gründe diskutiert.

So schreibt Tag24 unter der Überschrift: "Zensur beim MDR: Katrin Huß traut sich zu reden!", dass sie sich "in ihrer journalistischen Arbeit nicht ernst genommen und schlimmer noch - auch in politischer Weise - gegängelt" gefühlt habe.

"Erhebliche Einschränkung der Arbeit"

Der Tag24-Autor dreht die Geschichte weiter in die Richtung, dass Huß bei der Arbeit erheblich eingeschränkt worden sei, weil sie nicht den Meinungen der Redaktion und den Anweisungen "von oben" folgte:

"'Du bist verantwortlich für das, was deine Gäste sagen und hast politisch einzugreifen im Sinne des MDR' - das waren die Worte, die Katrin Huß nach dem 'legendären', einschneidenden Interview mit Psychiater Dr. Hans-Joachim Maaz im Jahr 2016 zu hören bekam."

Tag24 bezieht sich dabei u.a. auf Aussagen von Huß, die sie etwa in einem YouTube-Video ("Die Medienkritik von Katrin Huß", das ist ein 10-Minuten-Ausschnitt aus einem insgesamt einstündigen Gespräch) äußert. Demnach berichtet sie die Geschichte so auch in ihrem Buch.

Hier das YouTube-Video, auf das sich die Zeitangaben im folgenden Text beziehen:

Interpretationsmuster: Sie wollte nicht mehr manipulieren

Wir fassen kurz zusammen:

  • Huß sei in ihrer Arbeit "erheblich eingeschränkt" worden.
  • Sie hätte bei Interviews politisch im Sinne des MDR einzugreifen gehabt.
  • Daraufhin habe sie den Sender verlassen.

So stellt Tag24 die Geschichte dar - und greift damit ein Interpretationsmuster für Huß-Abgang auf, der bereits seit einigen Wochen in einschlägigen, rechtslastigen Blogs und Online-Magazinen thematisiert wird.

Dort wird Huß dann gleich mal als "standhaft", "vorbildliche Schwimmerin gegen den Strom", "mutige Verfechterin der Meinungsfreiheit" und "Zeitzeugin der linksgesteuerten Propaganda in den GEZ-Medien" gefeiert (Seite hier bewusst nicht verlinkt).

Das ist, so wie sich die Geschichte für uns darstellt, allerdings maßlos übertrieben.

Was die Frage erlaubt: Wer manipuliert hier gerade eigentlich wie die öffentliche Meinung?

Hauptsache, es passt ins Weltbild

Unabhängig davon, was konkret in der Redaktion vorgefallen und gelaufen ist: Der Vorgang ist ein schönes Beispiel dafür, wie heutzutage Zwischentöne ignoriert und Differenzierung ausgelassen werden, um einfache Wahrheiten zu verkünden, die ins eigene Weltbild passen.

Schauen wir uns also die Geschichte mal etwas genauer an.

Die Pressestelle des MDR hat mit der Reaktion auf den Tag24-Bericht erste Signale gesetzt. So schreibt der Sender:

"Frau Huß bezieht sich auf ein vertrauliches Vier-Augen-Gespräch mit ihrem damaligen Chefredakteur. Ein Interview 'im Sinne des MDR' zu führen bedeutet ein professionelles, journalistisch sauberes, glaubwürdiges und leidenschaftlich gutes Programm zu machen. Keinesfalls steht es für politisch gelenkte Arbeit oder gar Zensur. Dieser Vorwurf wird klar zurückgewiesen. Die Meinungsvielfalt ist dem MDR wichtig und sie ist ausdrücklich erwünscht. Dafür ist u.a. das Interview mit Herrn Maaz ein klarer Beleg. Und wenn die Auftritte von Frau Huß einen demokratischen Diskurs und einen konstruktiven Meinungsaustausch über den Journalismus und die gesellschaftliche Stimmung in Deutschland anregen, dann können wir diese nur befürworten."

Richtig zurückgefragt: Gäbe es Zensur, also die Kontrolle der Medien durch den Staat - warum ist das Maaz-Interview dann überhaupt jemals ausgestrahlt, der dem Flüchtlingsthema so kritisch gegenüber eingestellte Gast überhaupt eingeladen worden?

"Journalistisch professionell" vs. Zensur

Das Statement enthält aber noch einen weiteren sehr konkreten Aspekt, den zu betrachten lohnt:

"Ein Interview 'im Sinne des MDR' zu führen bedeutet ein professionelles, journalistisch sauberes, glaubwürdiges und leidenschaftlich gutes Programm zu machen."

Mal vorsichtig gefragt: Könnte es auch sein, dass Frau Huß die Aussage aus dem "vertraulichen (!) Vier-Augen-Gespräch" falsch verstanden hat?

Aber selbst wenn das nicht der Fall ist und sie die Aussage richtig interpretiert hat, kann man sagen: Das MDR-Statement enthält Hinweise, dass es intern unterschiedliche Auffassungen darüber gab, wie die Arbeit von Frau Huß zu bewerten war.

Konkrete Belege fehlen

Schauen wir mal an, was die Moderatorin selbst dazu sagt. So spricht sie in dem verlinkten YouTube-Video einerseits zwar davon, "dass vieles nicht so berichtet werde, wie es real passiert" (1:35).

Sorry, aber das wirft Fragen über die Glaubwürdigkeit der "Zeugin" auf: Heißt das, sie hat zuvor auch selbst manipuliert? Auf Anweisungen? Wie genau? Was waren das für Anweisungen? Wie lief das ab?

Dazu finden sich in dem Interview keine Aussagen - und auch der Fragensteller hinterfragt das nicht.

Andererseits sagt sie aber auch:

"Ich will nicht sagen, dass meine Redaktion gelogen hat..." (1:37)

Ach. Was denn jetzt?!

Im Folgenden führt sie dann aus, dass es ja schon nicht ganz "sauber" sei, "wenn man bestimmte Dinge weglässt oder unter den Tisch fallen lässt" (auf den MDR-Fluren raunt man im übrigen, dass sie sich diese Aussagen bezüglich der Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses noch einmal selbst vor Augen halten sollte).

Ist Katrin Huß in ihren Aussagen schlüssig?

Okay, es wurde also angeblich mit Weglassungen gearbeitet. Gilt das auch für das Maaz-Interview, das sie im Januar 2016 über fast 30 Minuten live im MDR geführt hat (hier bei YouTube zu finden)? Was wurde da konkret weggelassen?

Wir haben es uns angeschaut. Unser Eindruck: nichts.

Dazu sei erwähnt: Wer sich mit der journalistischen Arbeit beschäftigt, weiß, dass Medien nie die gesamte Realität abbilden können. Das geht faktisch nicht. Medienformate, die eher boulevardesk (also unterhaltsam) unterwegs sind (wie etwa MDR ab 4), arbeiten sogar häufig und sehr bewusst mit Zuspitzungen und Überzeichnungen, um Geschichten emotional aufzuladen und den Unterhaltungswert zu steigern. Das ist gattungstypisch.

Huß hat also keineswegs gelogen. Ihre Aussage ist so oder so richtig - ja, es wird in Medien mit Weglassungen gearbeitet. Immer.

Trotzdem oder gerade deswegen reicht ihre Aussage aus unserer Sicht nicht, um von einer bewussten Steuerung durch die Chefetage - also: Zensur - zu sprechen.

Es gab offenbar Stress mit den Vorgesetzten

In dem YouTube-Interview wird Huß dann gefragt, warum plötzlich Schluss mit ihrer Moderationstätigkeit war (1.57).

Ihre Antwort (u.a.):

"Das hat sich schon länger aufgebaut. ... Mich haben einfach bestimmte Dinge genervt. Also diese Kritikrunden haben mich genervt, dieses Zwischenmenschliche, auch wie unsere Führungskräfte mit ihren Mitarbeitern umgehen, wie man über unser Publikum, unsere Experten und Gäste gesprochen hat, das hat mich innerlich immer geärgert. Der Zusammenhalt in der Redaktion war nicht mehr so da wie am Anfang."

Mhm, das könnte die These bestätigen, dass Frau Huß in ihrer Schlussphase beim MDR häufiger Kritik einstecken musste – was ihr offenkundig nicht gefiel.

(Und auch hier stellen sich wieder Fragen, die der YouTube-Interviewer nicht stellt: Bedeutet ihre Aussage im Umkehrschluss also, sie wäre noch in der Redaktion, wenn der Druck weniger und die Führungskräfte netter zu ihr gewesen wären - und es weniger Kritik gegeben hätte?)

Ist wirklich nur die angeblich "tendenziöse" Berichterstattung der Grund für ihren Abgang gewesen?

Huß wollte nicht nach Pegida fragen

Es wird noch schräger: So führt Huß tatsächlich als Beleg für die angebliche politische Manipulation durch den MDR an, dass es ab 2014/15, mit Aufkommen der Flüchtlingsthematik, "mit der politischen Ausrichtung auch unserer Sendung" (3:08) dann losgegangen sei.

So sei sie angewiesen worden, ihre Interview-Gäste jeweils auch zu ihrer Meinung zu Pegida und der Flüchtlingskrise zu befragen - "Wir wollen da die Meinung wissen von unseren Gästen" (3:14).

Moment, das ist jetzt aber echt scharfe Zensur (Achtung, Ironie): Gäste sollen frei ihre Meinung sagen!? Unglaublich!

Huß beschreibt das tatsächlich als manipulativ:

"Wo ich dann gedacht habe, ich weiß nicht, ob jeder Gast gerne seine Meinung äußern möchte, weil man ja schnell in eine bestimmte Ecke geschoben wird. Und da wurde ich fast wirklich (sic!) genötigt, das machen zu müssen, und ich habe es oftmals nicht gemacht wenn ich im Vorgespräch gemerkt habe, das ist halt ein Schauspieler oder Künstler, der sich mit Politik gar nicht befassen möchte oder sich nicht aufs Glatteis bewegen möchte, und bin dafür extrem kritisiert worden."

Es kommt also ein drängendes politisches Thema auf die Tagesordnung: In Dresden demonstrieren montäglich Menschen - und Frau Huß stört sich daran, dass das in ihrer Sendung inhaltlich angesprochen werden soll?

Was ist daran Zensur? Was manipulativ?

Und: Gäbe es die unterstellte Manipulation - wäre es dann nicht viel klüger vom Sender gewesen, das Thema einfach auszublenden und weiter heile Welt zu zeigen?

Offensichtlich: Konflikt innerhalb der Redaktion

Noch einmal zum Mitschreiben: Das ist keine Zensur. Zensur bedeutet inhaltliche Kontrolle über Medieninhalte durch den Staat - im vorliegenden Fall aber berichtet die Moderatorin von einem Konflikt innerhalb der Redaktion, wie mit einem Thema umzugehen sei.

Ja klar, man könnte Huß Aussagen so interpretieren, dass sie mit den Fragen nach Pegida und Flüchtlingskrise Stimmung machen sollte. Das sagt sie aber so nicht direkt!

Warum nicht?

Sie beschreibt vielmehr, dass sie die Anweisung der Chefetage, die tagespolitischen Themen anzusprechen, an verschiedenen Stellen ignoriert und dafür harsch kritisiert worden sei (am Rande angemerkt: Dass sie die tagespolitischen Themen mit den Gästen nicht anspricht, hat ebenfalls etwas manipulatives - warum verschafft sie den Zuschauern nicht ein vollständiges Bild von ihrem Gast? Warum lässt sie Themen bewusst unter den Tisch fallen - mit welchem Ziel?).

Und auch hier wieder: Gäbe es die angebliche staatliche Zensur: Warum konnte Huß dann frei entscheiden, welche Themen sie anspricht und welche nicht - warum ist sie für ihre Weglassungen nicht direkt vom Sender genommen worden?

Huß spricht von "Meinungsmache"

Sie beschreibt weiter, sie habe versucht "neutral" zu bleiben, ihr sei aber immer wieder der Begriff "rechtspopulistisch" reingeschrieben worden, wenn es um die AfD ging. "Meinungsmache" (3:58) nennt sie das - und dass sie dafür noch viele weitere kleine Beispiele hätte.

Tatsächlich: Wir hätten dafür gern konkrete Belege, mehr Beispiele. Dass ein öffentlich-rechtlicher Sender die AfD als rechtspopulistisch bezeichnet, ist aus unserer Sicht sicherlich wertend - aber könnte auch als Tatsachenbeschreibung durchgehen.

"Ja, und irgendwo, das war dann so ein innerer Kampf, wo ich dann dachte, das ist nicht mehr mein Platz. Ich bin nicht mehr gerne in diese Redaktion gefahren, ich wollte bestimmte Führungskräfte nicht mehr sehen..."

Das Maaz-Interview war nicht der Schlusspunkt

Der Fragensteller im YouTube-Interview spricht dann das Maaz-Interview als "I-Punkt" (4:25) der Entwicklung an.

An dieser Stelle sei angemerkt: Das Interview mit Maaz war im Januar 2016, Huß verließ den Sender im Sommer. Es war also sicher nicht "der Auslöser" für ihren Abgang, sondern allenfalls ein Meilenstein für den Bruch mit der Chefetage.

In dem Zusammenhang mit dem Zensur-Vorwurf sehr spannend sind die Aussagen, die Huß dann über das Interview mit Maaz trifft (Tag24 schreibt sehr wertend von einem "legendären" Interview - allerdings in Anführungszeichen, was immer der Autor damit meint).

Frei in der Vorbereitung des Interviews

Einerseits sagt sie, sie habe das Interview - wie sonst auch immer - selbst vorbereitet (also war sie doch frei in ihren journalistischen Entscheidungen!). Inhaltlich wäre die einzige Vorgabe gewesen, über Maaz These zu sprechen, dass die Menschen heute aus den gleichen Gründen auf die Straße gegangen wären wie 89:

"Das sollte ich also zum Thema machen. Aber mir wurde von Seiten der Redaktion nicht mitgeteilt, wie."

Echt jetzt, funktioniert so Zensur? Oder Meinungsmache? Was für ein Unsinn.

Huß beschreibt dann eindrucksvoll, dass sie sich entschieden habe, Maaz nicht als Gegenpart entgegenzutreten. Sie meint also, dass sie ihm nicht widersprechen oder kritisch angehen wollte.

Kann man machen, ist aber durchaus auch ein schräges Verständnis von Journalismus. Wäre es nicht ihr Job gewesen, kritische Nachfragen zu stellen?

Wie schreibt der MDR in seiner Pressemitteilung? Und wie wünschen es sich die ganzen "Lügenpresse"-Rufer?

"Ein Interview 'im Sinne des MDR' zu führen bedeutet ein professionelles, journalistisch sauberes, glaubwürdiges und leidenschaftlich gutes Programm zu machen."

Wie trennt man sich nach 18 Jahren?

In der Folge habe es Lob von den Zuschauern und Kritik in der Redaktion gehagelt. Im Januar 2016.

Im Sommer 2016 hat sie dann - für das breite Publikum überraschend - nicht ihren Vertrag verlängert. Deutlich später veröffentlichte sie ihr Buch "Die traut sich was" - in dem sie den Vorgang um das Maaz-Interview schildert.

Bringt uns zu der Frage: Wie kommt man/frau eigentlich damit klar, wenn nach 18 Jahren die Zusammenarbeit nicht mehr so funktioniert?

Und: Hat sie eigentlich den Vertrag nicht verlängert – oder wollte der MDR vielleicht auch nicht mehr mit der Moderatorin arbeiten, die Anweisungen einfach eigenwillig ignorierte?

Wir fassen zusammen, wie Tag24 die Geschichte darstellt (kursiv, s.o.) – und kommentieren das gleich:

  • Huß sei in ihrer Arbeit "erheblich eingeschränkt" worden.
    Belege, die Huß selbst bei YouTube wiedergibt: Wenn es um die AfD ging, sei ihr "rechtspopulistisch" reingeschrieben worden. Aha. Bei der Vorbereitung des Maaz-Interviews erhielt sie keinerlei Vorgaben.
  • Sie habe bei Interviews politisch im Sinne des MDR einzugreifen, habe sie gesagt bekommen.
    Unser Fazit: Aussage gegen Aussage - es ist also durchaus nicht auszuschließen, dass ihre Aussage stimmt.
    Was aber sicher nicht stimmt:
  • Daraufhin habe sie den Sender verlassen (schreibt Tag24 so nicht, die Darstellung lässt sich aber aus dem Text so herauslesen).
    Das ist faktisch falsch. Sie hat den Sender knapp ein halbes Jahr nach der angeblich einschränkenden Aussage verlassen. Sie beklagt sich gleichzeitig über die Arbeitsatmosphäre, die viele Kritik und die Vorgesetzten, die sie nicht mehr sehen wollte.

Unser Fazit: Ehrlich, für uns sieht das so aus, als wasche hier jemand auf ziemlich geschickte Art "schmutzige Wäsche".

Und: Wie funktioniert heutzutage noch mal gute Buch-Promotion? (Am besten mit einem großen, öffentlichen Aufreger, um die Antwort vorwegzunehmen.)

Also doch nix mit Zensur?

Sicher ist: Sie hat nicht nach dem Maaz-Interview den Sender verlassen, wie es sich in manchem Online-Blog und bei Tag24 vielleicht liest. Sondern sie hat dann noch einmal ein halbes Jahr weitergemacht (und selbst weiter manipuliert, wie sie jetzt dem Sender vorwirft?).

Es ist ferner offensichtlich, dass es einen innerredaktionellen Konflikt über einen längeren Zeitraum gab. Es ist keineswegs auszuschließen, dass der auch etwas mit ihrer politischen Einschätzungen zu tun hat (auch wenn der MDR das strikt von sich weist).

Aber: Sämtliche Ausführungen, sie sei zensiert worden, beruhen ausschließlich auf Aussagen von ihr selbst - und diese stammen aus einem Vier-Augen-Gespräch, zu dem es keine weiteren öffentlichen Aussagen, geschweige denn Zeugen gibt.

Zensur findet nicht statt

Für eine wirklich glaubwürdige Ausführung reicht das nicht. Dafür müsste Huß schon wesentlich konkretere Beispiele bringen, wo manipuliert oder sogar zensiert worden ist - die Ergebnisse, was sie selbst dann in die Kamera des MDR gesendet hat, lassen sich dann ja sicherlich in der MDR-Mediathek finden.

Abschließend noch der Hinweis: Was ja wohl als endgültiger Beleg dafür herhalten dürfte, dass es in Deutschland eben keine von oben gesteuerte Zensur durch den Staat oder nur eine einseitige Berichterstattung im Sinne von "politisch Links" gibt:

Die schmutzigen Vorwürfe von Frau Huß werden tatsächlich doch von einem anderen Medium, nämlich Tag24, publiziert.

Ist das dann jetzt also "Lügenpresse"? Wohl kaum.

Auch wenn Tag24 an der Stelle wie viele der rechten Blogs arbeitet und lediglich eine Ein-Quellen-Geschichte präsentiert (ohne die Gegenseite zu Wort kommen zu lassen = das ist eher unjournalistisch):

Die ganze Geschichte ist eben – wie so oft – wesentlich differenzierter.

34 Kommentare
  • Klaus
    Dezember 27, 2018

    Danke für diese ausgewogene Betrachtung.

  • Alexa
    Dezember 27, 2018

    Es ist wirklich schade, dass Sie das Buch von Frau Huß nicht gelesen haben, dann müssten Sie nicht so viel spekulieren, verdrehen und Fragen stellen. Frau Huß beschreibt in ihrem Buch, was sie in ihrer Redaktion jahrelang erlebt hat und wie mit ihr umgegangen wurde. Und gegangen ist sie fristgemäß nach Ablauf ihres Vertrages. Die Gründe dafür stehen im Buch und die hatte sie dem MDR auch mitgeteilt."

  • t0m
    Dezember 27, 2018

    Sorry, wer den Kommentar verfasst hat, hat das Video nicht komplett gesehen. Frau Huss hat genau beschrieben warum sie noch paar Monate weiter gemacht hat, und das nicht aus Freude^^

  • Alexa
    Dezember 27, 2018

    Warum kann ich meinen Kommentar nicht direkt posten? Wird er erst geprüft? Und werden nur Belobigungen auf Ihren Artikel veröffentlicht? Meinungsfreiheit? Das würde sehr tief blicken lassen, wenn nur auserwählte Kommentare zu sehen sind. Zumal ich ganz sachlich und nicht beleidigend geschrieben habe. Erbitte um Antwort.

  • Alexa
    Dezember 27, 2018

    Es ist schade, dass Sie das Buch von Frau Huß nicht gelesen haben, dann müssten Sie nicht so viel spekulieren, verdrehen und Fragen stellen. Frau Huß beschreibt in ihrem Buch, was sie in ihrer Redaktion jahrelang erlebt hat und wie mit ihr umgegangen wurde. Und gegangen ist sie fristgemäß nach Ablauf ihres Vertrages. Die Gründe dafür stehen im Buch und die hatte sie dem MDR auch mitgeteilt.

  • Matsinhe
    Dezember 27, 2018

    Ich mochier diese junge Frau Huss sehr, daß was hihr geschrieben wurde. Warum jetzt erst? Ich glaube nicht die Hälfte davon. Unglaublich. Alle guten Leute werden veregelten und gute Sendungen wie Unter uns, einfach weggelassen. Fragt man sich was für Knallerbsen sowas entscheiden. Kein Wunder, dass Frau huss da keine Lust mehr hatte. Sehr schade

  • Jens
    Dezember 28, 2018

    Was für ein billiger Versuch ohne Substanz. Flurfunk hätte sich die Mühe machen sollen, nicht nach gängigem Muster zu schreiben. So aber macht der Autor keinen Hehl daraus, dass bei Flurfunk getroffene Hunde bellen. Offensichtlicher kann man in einem Artikel/Blog etc. nicht verdeutlichen, dass man etwas anzweifelt, weil man auf der anderen Seite steht und nicht etwa Fakten zu bieten hat. Heult leise oder gebt euch beim nächsten Mal mehr Mühe!

  • owy
    Dezember 28, 2018

    @Alexa Danke für Ihren Kommentar. Ja, wir prüfen erst alle neuen Kommentare. Nein, wir schalten nicht nur lobende frei. Ja, wir moderieren die Diskussion - Kommentare etwa, die beleidigen oder unbewiesene Tatsachenbehauptungen enthalten, werden nicht freigeschaltet.

  • owy
    Dezember 28, 2018

    @Jens Der einzige Hund, der hier bellt, sind Sie.

  • owy
    Dezember 28, 2018

    @tOm Das stimmt - das komplette Video haben wir uns nicht angesehen. Frau Huß hat also erst noch die Kohle mitgenommen und den Vertrag erfüllt, bevor sie sich entschieden hatte, Rückgrat zu zeigen...

  • Roberto
    Dezember 28, 2018

    In den seltensten Fällen kündigt jemand wegen nur eines Ereignisses. Meist staut sich was auf und eins ist dann der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.
    Bei Katrin Huß war es genau so, sagt sie ja auch.

    Sie hat Maas so interviewed, wie sie das mit allen anderen Gästen ihrer Sendung schon jahrelang gemacht hat. Sie hat sich zurückgenommen und den Gast ausreden lassen.
    Hat sie ausdrücklich gesagt, wenn die Redaktion mit seiner Meinung nicht einverstanden ist, hätte die ihr in die Sendung eben noch einen Gast schicken sollen, der Maas widerspricht.

    Sie sieht sich als Journalistin und Moderatorin, nicht als Propagandistin.
    Das hat man ihr übelgenommen, deshalb wurde sie rausgemobt.

    Die Säuberungsaktionen laufen schon eine ganze Weile, nun hat es die harmlose nette Katrin Huß getroffen.
    Sieht so aus, als würde Euch der A. auf Grundeis gehen.

  • Ralf
    Dezember 28, 2018

    Der Stil dieses Beitrages zwang mich schon nach den ersten Zeilen aufzuhören zu lesen. Damit ist alles geklärt. Weiterhin alles gute Frau Huß

  • Ralph
    Dezember 28, 2018

    Vielen Dank für die sachliche Analyse. Es ist halt leichter, einem "Klick-Mich"-Artikel von Tag24 zu liken und passende Videos in sein Weltbild einzufügen. Hilfreich ist genau eine Analyse und Sammlung verschiedener Fakten und Ansichten. Jetzt kann sich jeder eine ausgeglichene Meinun bilden, mit dem Artikel aus Tag24 und der Analyse hier.
    Für bleibt unverständlich, wieso viele Leser Artikeln aus der Bild und Tag24 uneingeschränkt und nicht hinterfragend so nehmen, obwohl auch jeder weiß, dass im Vordergrund die Generierung von Reichweite und nicht eine ausgewogene Darstellung von Stories ist.

  • Klaus
    Dezember 28, 2018

    Ihr linksgrünen Schmutzfinken zeigt eindeutig warum man euch zurecht Lügenpresse nennt: Hätte euer Redakteur nur einmal das Buch gelesen, wären alle seine polemischen Fragen obsolet gewesen.

    Widerwärtig!

  • owy
    Dezember 28, 2018

    @Roberto

    Was meinen Sie mit "Säuberungsaktion"? Haben Sie mitbekommen, was in Polen gelaufen ist nach dem Machtwechsel? Das könnte man Säuberungsaktion nennen.
    Auf das Ausscheiden von Frau Huß passt der Begriff nicht.

    Und was meinen Sie mit "Sieht so aus, als würde Euch der A. auf Grundeis gehen"? Wem? Warum?

  • Roberto
    Dezember 28, 2018

    „Frau Huß hat also erst noch die Kohle mitgenommen und den Vertrag erfüllt, bevor sie sich entschieden hatte. Rückgrat zu zeigen...“

    Sie hat den Vertrag erfüllt. Ja also, wirklich, das ist ja … der Geist ist fruchtbar noch.

  • Nora
    Dezember 28, 2018

    @Roberto, ich kann mich dem von Ihnen Geschriebenen nur anschließen.

    Es ist in höchstem Maße unprofessionell, ein Interview zu zerlegen, ohne es sich vollständig angesehen zu haben.
    Was tendenziöse Berichterstattung angeht, so habe ich schon mehrmals den MDR dafür direkt über Facebook kritisiert.
    Auch deshalb gibt es für mich keinen Grund, Katrin Huß' Aussagen über Gepflogenheiten beim MDR anzuzweifeln. Ihre Mimik und Körpersprache beim Interview geben auch keinen Grund zu Zweifeln an ihrer Ehrlichkeit.
    Klar, dass man sie nun als "Nestbeschmutzerin" diffamiert und versucht, ihre Glaubwürdigkeit zu erschüttern.
    Katrin Huß ist leider nicht die einzige ehrliche Journalistin in diesem Land, die mit solchen Problemen zu kämpfen hat.

  • Roberto
    Dezember 28, 2018

    „Was meinen Sie mit ´Säuberungsaktion´?“

    Wolf Reiser schreibt in seinem persönlichen Standard-Aufsatz [1]:
    „Zwischen 1985 und 2001 hatte die große Säuberungswelle eingesetzt“

    Reiser ist Insider, der sieht wohl mehr als unsereiner.
    Persönlich kann ich das nicht bestätigen. 1985 von hinter dem eisernen Vorhang sowieso nicht. Und nach der Wiedervereinigung, in den 90ern, sah die Welt auch noch anders aus. Da gab es noch Zeitungen und Sender mit verschiedener Ausrichtung (FAZ - taz), und es gab Autoren, die die Vorgänge von unterschiedlichen Seiten beleuchtet haben.

    Die Säuberungsaktionen begannen aus meiner Sicht später, spontan fallen mir Eva Herman, Nikolaus Fest und Matthias Matussek ein.
    Nun Katrin Huß.

    Wie meinen?
    Ach so, ja, verstehe, das ist was anderes. Die wurden zu Recht geext.
    Selbst schuld, wer nicht mitblökt beim „Merkel befiehl – wir folgen!“

    Und es werden immer mehr Netze eingezogen.
    Uwe Steimle hatte mal im Riverboot ein paar Sekunden lang was gesagt (Pegida-Spaziergänger sind auch Menschen), das von der von der Propagandaabteilung des Politbüros vorgegebenen Linie abweicht.
    Der Impact gleich Null (wer hört schon auf Steimle?), noch mal Glück gehabt. Aber allein die von Steimle vorgeführte Gefahr, dass da jemand was unerwünschtes sagen könnte, hat den Chefs dermaßen Angst eingejagt, dass die Talk-Show seitdem nicht mehr life übertragen wird. Falls noch mal jemand was unangepasstes sagt, können die das vor der Sendung rausschneiden.

    [1] https://www.heise.de/tp/features/Two-Riders-were-approaching-Der-Anfang-vom-Ende-der-deutschen-Medien-4158735.html

    .

    „Und was meinen Sie mit ´Sieht so aus, als würde Euch der A. auf Grundeis gehen´? Wem? Warum?“

    Wie sagte der Gymnasialprofessor in der Feuerzangenbowle?

    Da stelln mer uns mal janz dumm.

  • owy
    Dezember 28, 2018

    @Roberto Wikipedia schreibt:

    Wolf Reiser (* 30. Dezember 1955 in Munderkingen, Baden-Württemberg) ist ein deutscher Schriftsteller.

    Sie führen einen Schriftsteller als Beweisführer an ("Insider, der sieht wohl mehr als unsereiner")?! Ernsthaft?

    Mit Verlaub, das von Ihnen gezeichnete Bild einer "Säuberungswelle" ist eine Verschwörungstheorie.

    Beim MDR arbeiten über 2000 festangestellte Mitarbeiter und noch mal ein Haufen Freiberufler - und sie wollen mir erzählen, dass die alle Kuschen und ihren Mund nicht aufmachen, weil angeblich "von Oben" Befehle durchgegeben werden (für nichts anderes steht übrigens der Begriff "Zensur")?

    Sorry, ich kenne genug Journalisten, denen ich ausreichend Rückgrat zutraue - und ich kenne auch die Arbeitsweisen in Redaktionen sehr gut (bin ich dann schon Insider? Glauben Sie mir jetzt?).

    Ich habe mir das komplette Maaz-Interview von Frau Huß angeschaut - darin sagt Maaz, dass es so eine political correctness gibt, die einer Zensur gleich kommt (die berühmte Schranke im Kopf). Ich denke, da ist in gewisser Weise etwas dran - und das befeuert Ihr Bild von einer Verschwörung gegen die "Wahrheit".

    Aber von einer tatsächlichen Zensur und auch einer Säuberung zu sprechen, halte ich für maßlos übertrieben. Wir leben im Paradies der Pressefreiheit - noch jeder dahergelaufene Möchtegernjournalist kann eine Webseite starten und seiner Fantasie freien Lauf lassen... Da kann sich niemand beschweren!

    Wir müssen uns mal darüber austauschen, wofür der Begriff "Systempresse" steht.

    Medien in der Demokratie haben mehrere Funktionen und Aufträge: Zum Beispiel den, die FDGO zu verteidigen. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Auftrag in mancher Redaktion zu harsch interpretiert und missliebige Kollegen aussortiert werden.

    Das hat aber noch nichts mit "Säuberung" zu tun.

  • owy
    Dezember 28, 2018

    @Nora "Katrin Huß ist leider nicht die einzige ehrliche Journalistin in diesem Land, die mit solchen Problemen zu kämpfen hat."

    Das tolle ist doch, dass wir in diesem Land nicht nur Presse- und Meinungsfreiheit, sondern auch Religionsfreiheit haben: Jeder darf glauben, was er will!

  • Jo
    Dezember 28, 2018

    Das traurige an Frau Huß ist, dass sie weder im Buch noch in ihren Auftritten, ihre eigene Position oder ihre Arbeit hinterfragt. Es sind wahlweise Kolleginnen und Kollegen oder jemand aus der Chefetage, die Schuld haben.
    Das Maaz-Interview hat sie bis heute weder erfasst noch verstanden. Interviews zu führen heißt nicht, eine Gegenposition zu beziehen - aber schon Haltung zu zeigen und Aussagen zu hinterfragen. Dazu sollte man seinen Gesprächspartnern zuhören. Genau hinschauen hätte den Kolleginnen und Kollegen von TAG24 auch gut getan, denn Frau Huß hat sich selbst, via soz. Netzwerk vom Sender verabschiedet. Wo bleibt eigentlich das journal. Handwerk, wenn so eine Geschichte in die Welt hinaus geblasen wird, ohne ein Statement der Gegenseite einzuholen?

  • Roberto
    Dezember 28, 2018

    „Sie führen einen Schriftsteller als Beweisführer an (´Insider, der sieht wohl mehr als unsereiner´)?! Ernsthaft?“

    Es wäre nicht verkehrt gewesen, wenn Sie den verlinkten Text gelesen hätten (in dem er mehrere Erlebnisse aus dem Maschinenraum zum Besten gibt), und über Reiser noch ein wenig mehr als Wikipedia.

    Reiser ist Medieninsider. Daran gibt es keine vernünftigen Zweifel.
    Cicero: „Wolf Reiser arbeitet als freier Autor und Journalist in München. Zuvor hat er fast 15 Jahre in Griechenland gelebt.“ [1]
    Auf seiner eigenen Frontpage: „Reportagen Reisestories Glossen Essays“
    Belletristik kommt bei ihm nicht vor.

    Reiser ist ein Fabulierer vorm Herrn, das ja. So ganz weiß man bei ihm nie, was unmittelbare Beobachtung ist und was vor dem Niederschreiben erst mal durch seine Gehirnwindungen mit Assoziationen und Verallgemeinerungen angereichert wurde.
    Man muss ihm nicht immer zustimmen.
    Aber lügen tut er nicht, jedenfalls habe ich keinen Hinweis dafür gefunden.

    Davon ab, der Teil mit Reiser war nur die Vorrede (und implizite Leseempfehlung) zum eigentlichen, den Säuberungen.
    Ich wiederhole gern die Namen: Eva Herman, Matthias Matussek, Nikolaus Fest.

    .

    „ich kenne genug Journalisten, denen ich ausreichend Rückgrat zutraue“

    Das ist ja schön.
    Da können Sie bestimmt aus der Kalten die Journalisten nennen, die nach Merkels Halluzination von den ausländerfeindlichen Menschenjagden in Chemnitz nach den Belegen (den angeblichen Videos in den sozialen Mädchen) nachgefragt haben.

    Und als Merkel Mitte Juni [2] versprochen hatte, dass der große Asylstreit zwischen CDU und CSU durch eine gesamteuropäische Lösung beigelegt werden würde – welche rückgratbehafteten Journalisten waren das gleich noch mal, die im Juli bei der Kanzlerin nachgefragt haben, welche gesamteuropäische Lösung sie gerade ausgehandelt hat?
    Ach so, wir warten noch bis sie abgelaufen sind, die längsten 14 Tage der Welt.

    [1] https://www.cicero.de/autoren/reiser-wolf

    [2] https://www.sueddeutsche.de/politik/asylstreit-in-der-union-keine-einigung-aber-tage-mehr-zeit-1.4020605

  • owy
    Dezember 28, 2018

    @Roberto Puh, was fange ich jetzt mit den vielen Hinweisen an...

    Mir erschließt sich ihre Logik nicht: Weil niemand (was ja nicht stimmt, wie sie wissen) bei Frau Merkel nach Belegen für "Hetzjagden" gefragt hat, leben wir mit eingeschränkter Pressefreiheit oder gar Zensur? Ernsthaft?

    Und die drei Namen, die sie auflisten, samt Frau Huß (in der Summe: 4!), reichen also, um von einer "Säuberungswelle" zu sprechen? Bei wie vielen tausend Journalisten in Deutschland? Ist klar, die werden alle durch ihre Chefs und mit der drohenden Kündigung klein gehalten, damit... äh, ja, was eigentlich? Was ist ihrer Meinung nach das Ziel der "großen Verschwörung"? Bestimmte Meinungen zu unterdrücken?

    Dagegen spricht im übrigen, dass alle von Ihnen genannten Personen weiterhin publizistisch tätig sind. Gäbe es Zensur und staatliche Kontrolle wie in der DDR, wären die alle längst weggesperrt.

    Vertreten Sie ernsthaft die Meinung, in Deutschland gäbe es keine Meinungs- und Pressefreiheit?

    Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Ja, ich kenne die Zahlen, dass ein Großteil der Medienvertreter in Deutschland eher links als rechts wählen würde. Ich kann mir auch vorstellen, dass sehr viele Journalisten eine eigene, politische Agenda verfolgen. Und ich bin auch der Meinung, dass beim Thema Wahrhaftigkeit noch reichlich Luft nach oben ist. Aber von einer großangelegten Verschwörung, Manipulation oder sogar Zensur zu sprechen, halte ich für völlig daneben.

  • Roberto
    Dezember 28, 2018

    „Weil niemand (was ja nicht stimmt, wie sie wissen) bei Frau Merkel nach Belegen für "Hetzjagden" gefragt hat, leben wir mit eingeschränkter Pressefreiheit oder gar Zensur? Ernsthaft?“

    Zugegeben, die Interwies mit Katrin Huß habe ich nicht zum zweiten Mal angehört (man hat auch was anderes zu tun). Aus der Erinnerung würde ich sagen, sie hat ´Zensur´ nicht verwendet.

    Aber Sie haben das Z-Wort verwendet, sehr oft sogar.
    Ich nicht. Weil mir die üblichen Entgegnungen bekannt sind; und weil eine Diskussion über den Begriff zu nichts führt.
    Offene Zensur gabs hier das letzte Mal vor zweihundert Jahren, zur Zeit der Heiligen Allianz. Dann nur noch verdruckst oder mit anderer Bezeichnung.
    In der DDR gab es keine Zensur. Oder kann jemand die Adresse der Zensurbehörde durchsagen?
    Heute gibt es auch keine Zensur. Denn auch heute kann keiner die Adresse der Zensurbehörde angeben.

    Trotzdem kann man von der anderen Seite her fragen, was ist das für ein Selbstverständnis der Medien die es für normal halten, bloß nicht bei den Machthabern anzuecken und nur ja keine unliebsamen Fragen zu stellen.
    Wenn die meisten (um beim obigen Beispiel zu bleiben) nach den zwei Wochen Merkel nicht fragen, geschenkt.
    Aber wenn von den 40 Tsd. Reportern kein einziger nachfragt, sorry, da muss man schon sehr, sehr guten Willens sein um keine Einflussnahme von oben zu vermuten.
    Warum existiert aufklärerischer Impetus nur noch rudimentär, sind alle Journalisten verblödet oder bloß eingeschüchtert?

    Fachkräftemangel hören wir landauf landab. Das betrifft aber nicht alle Gewerke.
    Jammern über Mangel an Journalisten habe ich noch nie gehört.

    Beim Überangebot an Journalisten ist gar nicht viel Aufwand nötig. Wer einmal rausfliegt fällt auf die Nase und kommt nicht wieder auf die Beine (Ausnahmen bestätigen die Regel). Noch prekärer ist die Lage bei den Freien, die kriegen einfach keine Aufträge mehr.
    Die anderen sehen das und verhalten sich entsprechend.

    Für die Durchsetzung der Konformität ist eine Säuberungswelle mit hunderten Entlassungen gar nicht nötig.
    Bestrafe einen – erziehe Hundert. Noch nie gehört?

    .

    „(was ja nicht stimmt, wie sie wissen)“

    Ich kenne wirklich keine einzige Medienanfrage an Frau Merkel nach den Quellen für ihre hetzerische Unterstellung ausländerfeindlicher Menschenjagden in Chemnitz.
    Falls jemand eine kennt - danke im Voraus fürs einstellen hier.

    .

    Wie es praktisch läuft, als Beispiel dies: http://sichtplatz.de/?p=8615

  • owy
    Dezember 28, 2018

    @Roberto Der Journalist Alexander Wendt, früher Focus, ist das mir bekannte Beispiel:

    https://www.publicomag.com/2018/09/nach-publico-anfrage-merkel-und-seibert-lassen-hetzjagd-vorwurf-fallen/

  • owy
    Dezember 28, 2018

    @Roberto

    Den Begriff "Zensur" habe nicht ich eingeführt, sondern die Mopo/Tag24 sowie zahlreiche rechtsgerichtete, angeblich der Aufklärung verpflichtete Blogs.

    Wikipedia über Zensur in der DDR:

    "Die DDR verschleierte die Zensurinstanzen seit der Verfassung von 1949 systematisch, der Begriff „Zensur“ verschwand aus Gesetzen, Verlautbarungen und Medien. Während die Verfassung in revolutionärer Tradition Presse- und Meinungsfreiheit formal garantierte, entstand ein Netz von Instanzen, das die DDR-Öffentlichkeit kontrollieren und steuern sollte. Diese Kontrollinstanzen waren zunächst nach Trägerorganisationen gegliedert, wesentlich nach Zugehörigkeit zur SED, zur staatlichen Bürokratie oder zur Staatssicherheit. Im Laufe der Jahre entwickelte sich neben der hierarchischen eine regionale Gliederung der Zensurinstanzen. Zudem entstanden Gesetze, die gegen missliebige Äußerungen eingesetzt werden konnten.

    Die SED vermied bei der Zensurpolitik nach Möglichkeit öffentliche Konflikte durch klare Streichungen oder Veröffentlichungsverbote. Man versuchte die Kontrolltätigkeit als Fördertätigkeit erscheinen zu lassen, entwickelte Verzögerungstaktiken und Hilfsargumente („Papierknappheit“) und gab Belohnungen bzw. Vergünstigungen (Westreisen, Preise und Orden, Stellen und andere Privilegien) für Anpassungsleistungen von Kulturschaffenden (z. B. Literaten, Theaterintendanten oder Regisseuren). Es entstand ein Klima, in dem alle von möglicher Zensur Betroffenen stetig reflektierten, ob die geplante Äußerung zur herrschenden Ideologie passe und welcher Preis zu zahlen wäre, wenn man sich zu weit aus dem Fenster lehnte. Dabei entwickelte sich die Zensur im jeweiligen politischen Kontext und in Reaktion auf historische Großereignisse wie den Mauerbau, den Einmarsch in Ungarn oder die Tschechoslowakei oder durch Machtwechsel in der SED."
    Hier gelesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Zensur_in_der_DDR

    Auch wenn es einen wesentlich längeren Wikipedia-Beitrag zu "Zensur in der BRD" gibt (https://de.wikipedia.org/wiki/Zensur_in_der_Bundesrepublik_Deutschland), so sind die Beispiele nicht im Ansatz vergleichbar.

    Die zentrale Frage ist: Gibt es in Deutschland derzeit eine Einschränkung der Meinungsfreiheit? Die Antwort ist klar: nein. Sie können ja Ihre Überzeugung hier und anderswo breittreten - ohne mit Repressionen rechnen zu müssen.

  • Jo
    Dezember 28, 2018

    @roberto
    Frau Huß hat sich selbst verabschiedet, via soz. Netzwerk. Wo ist da die Zensur? Sie kann alles sagen, schreiben oder meinen, was sie will. Wo ist da die Zensur? Jeder darf Fehler machen, Frau Huß, Sie, ich und auch Journalisten - nur dann andere dafür verantwortlich zu machen, ist nicht fair.

  • Michael Freitag
    Dezember 29, 2018

    Halten wir zu Beginn kurz fest: Mit Tag24 hat die DDVG Medien aus Verdienstnot einen Drachen geboren, der täglich in immer mehr Städten an der "Clickrate" arbeitet. Nennen wir es einfach ein neues Verdienstmodell der Bertelsmänner (via Gruner & Jahr am Dresdner Verlag beteiligt) an noch jeder Aggression und der Steigerung des Hasses. Die Studien für die Politik dazu fertigt schließlich praktischerweise auch das gleiche Haus.

    In der Unterbietung der niedrigen Standards von BILD scheint es den wenigen übriggebliebenen Journalisten in diesem Haus (ua. Sächsische Zeitung) längst peinlich, zu diesem Portal gefragt zu werden. Denn niemandem ist damit gedient, wenn aus bestehenden Zukunftsfragen Hasseskapaden werden ... Lösungen werden es jedenfalls nie, sondern Impulsentscheidungen. Mit Angst regiert man Menschen … so war es immer. Vielleicht etwas, was „die Wessis“ von „den Ossis“ endlich lernen sollten.

    Außer bei den Eigner Bertelsmann und SPD, die dies nicht lernen wollen und auch daran noch verdienen (fraglich, ob es bei Zweiteren langfristig wirklich so ist oder nicht längst eine intellektuelle Gesamtlähmung beschreibt).

    Während also Tag24 dem Rassismus (siehe die Lügengeschichte über gestiegene Vergewaltigungen in Leipzig) täglich Zucker gibt, stellt sich zum konkreten Fall eine einfache Frage: Die sogenannten "alternativen Medien" suchen beständig nur nach neuen Kronzeugen für ihre längst feststehenden Theorien (Untergang der Gesellschaft, Beeinflussung/Zensur von Medien und die vorgebliche „Vernunft“ der AfD). Und auch so kann man eben noch Geld verdienen (siehe Compact oder hier ein geschriebenes Buch).

    Früher (exakt vor 5-6 Jahren) wäre es die Verabschiedung einer Moderatorin (nicht Journalistin) nach 18 Jahren voller Absicherungen und verbrieften Rentenansprüchen gewesen. Heute inszenieren sich auch mittelmäßige Menschen umgehend als Opfer eines Systems (welches zu kritisieren ist, siehe L-IZ.de), aber eben in einer Hinsicht schon funktioniert: Journalismus bezahlter Weise betreiben zu können, ist ein Recht und eine Verpflichtung zugleich. Eine Verpflichtung, welche auch der MDR in den vergangenen Jahren nie in der gebotenen Form wahrnahm – inklusive aller Beteiligten: seicht, königlich, regierungstreu.

    Doch Maaz im Ursprungsinterview beim MDR (selbst gesehen) nicht zu hinterfragen, ist allein ein Grund zu bezweifeln, ob hier jemand seinen/ihren Job verstanden hat. Denn die gleiche „Quälerei“ durch Fragen gilt für jeden Gesprächspartner. Immer. Selbst und vor allem im Gedanken, dass man danach eben nicht gemeinsam am Häppchenbuffet stehen wird …

    „Freundschaft“ und Politik – respektive Meinungen der Interviewten – sind nicht möglich. Alles, was derzeit über Frau Huß zu lesen ist, zeigt in die Gegenrichtung. Konfrontation in wichtigen Fragen hat sie nie gemocht. Doch genau dies ist seit Jahren wichtig und wird nun noch wichtiger …

    Weshalb man auch das Portal nennen sollte, an welches sich Frau Huß wandte (an uns jedenfalls nicht), um ihre neue Karriere zu starten (möglichst ohne Hinterfragung). Es ist Nuovisio TV. Der Sendeort in Leipzig für rechte Verschwörungstheorien. Die Gäste der letzten Jahre sprechen Bände. So viel also auch zum Thema „Neutralität“ & „Objektivität“ solcher Medien.

    Grüße M.F. (L-IZ.de)

  • Horst
    Dezember 29, 2018

    Danke owy für diesen Beitrag. So macht man das. Man hat sein Handwerk gelernt - aber wahrscheinlich noch zu Zeiten Karl-Eduard von Schnitzler.

  • Roberto
    Dezember 29, 2018

    "@Roberto Der Journalist Alexander Wendt, früher Focus, ist das mir bekannte Beispiel:

    https://www.publicomag.com/2018/09/nach-publico-anfrage-merkel-und-seibert-lassen-hetzjagd-vorwurf-fallen/"

    Vielen Dank.

    Es wird nur ganz selten möglich sein den Medien nachzuweisen, dass sie in ihrer Gänze lügen und einen Sachverhalt komplett unterdrücken. So ist das hier und bei den anderen Aufregern (Mannichl, Flüchtlinge, Klimawandel, NSU, Feinstaub, Stickoxide) auch.
    Doch die Manipulation überwiegt in allen Fällen.

    Wers nicht glaubt kann für sich die Frage beantworten, wie viele Beweise es für die Täterschaft von Böhnhardt und Mundlos für die sog. „NSU-Verbrechen“ gibt.
    Es sind 0. Sie haben richtig gelesen: Null.

    Haben die Medien das verschwiegen?
    Eher nicht.
    MDR und taz haben es gebracht. Sicherlich noch mehr, man kann ja nicht alles lesen.
    Darüber hinaus kann man das in den Protokollen der Untersuchungsausschüsse von Bundestag und Bundesländern nachlesen; ca. 30 Tsd. Seiten, ein Klacks.
    Wem das immer noch nicht reicht, veröffentlicht wurde dies auch in den Prozessmitschriften von NSU-Watch (ca. 5500 Seiten).

    Trotz dieser Evidenz evoziert das regelmäßig Wutanfälle, wenn man zutreffend die Null zum Besten gibt.
    Warum?
    Einen Tipp gibt Kurt Tucholsky, Presse und Realität [1]:
    zwischen dem Totschweigen und der gedruckten Nachricht gibt es nun zweierlei Zwischenstufen. Bestimmt werden sie durch die „Aufmachung“. Der Leser, dem du ein Bündel Depeschen (…) in die Hand drücktest, würde in den seltensten Fällen fähig sein, sich daraus ein Weltbild zu gestalten, das Wichtige vom Unwichtigen zu sondern, sich die Nachrichten selbst zu gliedern.
    Das besorgt die „Aufmachung“.
    Der Durchschnittsleser erlebt die Welt so, wie sie ihm seine Zeitung vermittels großer und kleiner Schriftgrade ortet. Er teilt – unbewußt – die Erde in Groß- und Kleingedrucktes ein. … Der Verfasser der Schlagzeile, der Anordner von Fettdruck weiß, was er tut. Der Leser weiß selten, was er liest, und verwechselt das Arrangement mit der Schwere des Ereignisses.
    Das soll er auch.

    Es hat sich nichts geändert

    .

    „Sie können ja Ihre Überzeugung hier und anderswo breittreten - ohne mit Repressionen rechnen zu müssen.“

    Hier und in anderen Hinterzimmern. Das ja.
    OK, manchmal werden auch die Hinterzimmer angegriffen, Restaurants und Buchhandlungen zerlegt. Aber das kann man ja den Machthabern nun wirklich nicht zurechnen.

    .

    „entwickelte Verzögerungstaktiken und Hilfsargumente („Papierknappheit“)“

    Da gabs Sachen, die gibt’s gar nicht. Am Ende wurde zwar Gorbatschow noch gedruckt, aber wegen „Papierknappheit“ so wenig, dass ich damals nur rangekommen bin durch Bekanntschaft mit einer Buchhändlerin.

    Volker Brauns Hinze und Kunze Roman wurde erst verboten, dann kurzzeitig verkauft und dann wieder verboten.
    So plump sind die heute nicht, das muss man sagen.

    [1] http://www.taz.de/1/archiv/?dig=2006/01/02/a0150

  • Ralph
    Dezember 29, 2018

    Wieso wird immer behauptet, dass der öffentliche Rundfunk oder Tageszeitungen von der Politik geleitet werden.
    Im Rundfunkrat des MDR sitzen z.B. Mitglieder von Parteien (u.a. AFD), die dieses jederzeit hinterfragen können.
    Diese Geschichte, dass man nicht seine Meinungen sagen darf, ist schön und gut, aber irgendwann verbraucht. Jetzt sagt man, dass die Politik (Bundesregierung? Landesregierung? Stadtverwaltung?) Einfluss auf die Medien nimmt.
    Ist damit gemeint, dass keine Politiker im MDR-Rundfunkrat sitzen sollen? Dann wäre doch das eine legitime Forderung. Ich hoffe, dass die Vertreter dieser "Politik-nimmt-Einfluss-auf-Meinungen" dann auch dieses fordern.
    Ansonsten macht es sicherlich Sinn, sich mit den Meinungen anderer auseinanderzusetzen.

  • Roberto
    Dezember 29, 2018

    Wieso wird immer behauptet, dass der öffentliche Rundfunk oder Tageszeitungen von der Politik geleitet werden.

    Nehmen wir mal Fukushima, die erste opferlose Katastrophe der Menschheit

    Am 11. März jährte sich die Katastrophe von Fukushima zum fünften Mal. Gemäß dem Bericht des UNSCEAR, des wissenschaftlichen Ausschusses der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen der atomaren Strahlung von 2013, wurde kein einziger strahlungsbedingter Todesfall und keine akute Erkrankung beobachtet. Laut der japanischen Atomaufsichtsbehörde NISA wurden fünf Mitarbeiter leicht verletzt. Ein weiterer brach sich beide Beine, und einer erlitt einen Herzinfarkt.
    Nicht durch die Atomexplosion, sondern durch das Erdbeben (!) und den Tsunami (!) starben 15 894 Menschen, 6152 Menschen verletzten sich, 2562 Menschen gelten als vermisst. So weit die Fakten
    [1]

    Leider passt die Wahrheit nicht zur Intention der Bundesregierung. Die hat eine andere Realität befohlen. Nämlich diese:

    Bundesregierung am 11.03.2016 [2]:
    Genau fünf Jahre ist es her, dass in Japan ein schweres Erdbeben einen Tsunami auslöste, und damit die Katastrophe im Atomkraftwerk von #Fukushima. Wir sprechen allen Angehörigen der über 18.000 Todesopfer unser tiefes Mitgefühl aus.

    Regierungssprecher Steffen Seibert am 11.03.2016 [2]:
    5 Jahre nach Erdbeben, Tsunami und Atom-Katastrophe von #Fukushima. Wir gedenken der über 18.000 Opfer.

    Die dachten wohl, dass die damit durchkommen. Aber nichts da, lesen Sie mal wie die vierte Gewalt der Regierung das rechts und links um die Ohren geknallt hat:

    NDR [2]:
    Heute vor fünf Jahren, am 11. März 2011, kurz vor 15 Uhr Ortszeit in Japan, früh morgens hier in Schleswig-Holstein, kam es in Japan zu einer Unfallserie, die den Nahmen Fukushima in der ganzen Welt bekannt gemacht hat. … Eine Atomkatastrophe unfassbaren Ausmaßes: Mehr als 18.000 Tote

    SWR [2]:
    … im küstennahen Kernkraftwerk kam es zu der verheerenden Kernschmelze. 18.500 Menschen starben

    Süddeutsche Zeitung [2]:
    Mehr als 18.000 Menschen sind bei der Atomkatastrophe in Fukushima heut vor fünf Jahren ums Leben gekommen

    Augsburger Allgemeine [2]:
    Schweigeminute für 18.500 Tote: Japan gedenkt Opfer von Fukushima

    N-TV [2]:
    Atom-Drama Fukushima
    Japan gedenkt der 20.000 Opfer

    Berliner Zeitung [3] und Mitteldeutsche Zeitung:
    Jahrestag Japan gedenkt der Opfer der Fukushima-Katastrophe
    Am 5. Jahrestag der Fukushima-Katastrophe gedenken Japaner der rund 18.500 Todesopfer.

    WELT [4]:
    Schweigeminute für 18.500 Tote der Katastrophe von Fukushima

    Neues Deutschland [5]:
    Schweigeminute für 18.500 Tote - Japan gedenkt Fukushima

    MDR [6]:
    Japan erinnert heute an die Atomkatastrophe von #Fukushima im März 2011. Damals starben 18.500 Menschen

    Dazu noch massenhaft Artikel mit der Überschrift mit dem Tenor „Japan gedenkt der Fukushima Todesopfer“, wo dann freundlicherweise im Text auch die Worte Erdbeben und Tsunami vorkommen. In der URL steht aber nur Fukushima, man kann davon ausgehen, dass im ersten Text das auch so dargestellt und erst nach Leserprotesten mit Erdbeben und Tsunami angereichert wurde.
    Beispiel [7]:

    Wieso wird immer behauptet, dass der öffentliche Rundfunk oder Tageszeitungen von der Politik geleitet werden.

    Tja, warum wohl

    [1] https://www.focus.de/finanzen/news/money-inside-offensichtlich-bin-ich-zu-dumm_id_5379556.html

    [2] https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/5-jahre-fukushima-die-mediale-kompetenzschmelze/

    [3] https://www.berliner-zeitung.de/panorama/5--jahrestag--japan-gedenkt-der-opfer-der-fukushima-katastrophe-23704792

    [4] https://www.welt.de/newsticker/news1/article153189127/Schweigeminute-fuer-18-500-Tote-der-Katastrophe-von-Fukushima.html

    [5] https://www.neues-deutschland.de/artikel/1004880.schweigeminute-fuer-tote-japan-gedenkt-fukushima.html

    [6] https://twitter.com/MDRAktuell/status/840505843435130881

    [7] https://www.mittelbayerische.de/politik-nachrichten/japan-gedenkt-der-opfer-von-fukushima-21771-art890561.html

  • Konstantin
    Dezember 29, 2018

    Das ist ja spannend, da wird Alexander Wendt als sachliche Quelle bezeichnet. Es ist die gleiche Person, die eine "illegale Masseneinwanderung" unterzeichnet. Ab wann ist es Masseneinwanderung? Solche Worte sindPopulismus der feinsten Art und trägt nicht zur Sachlichkeit bei.

  • owy
    Dezember 30, 2018

    @Roberto Interessantes Thema, schlüssig und überzeugend - aber was genau hat das mit Frau Huß und ihrem Abgang beim MDR zu tun?

    Führen Sie hier ernsthaft eine Reihe von Links an, die alle frei und öffentlich zugänglich sind, um zu "beweisen", dass wir eben nicht im Land der Meinungsfreiheit leben? Wie widersinnig ist das, bitte?

    Hier in unserem Land kann doch noch jeder den größten Schwachfug behaupten und es passiert: nichts.

    Ich kann Ihnen locker einen Stapel Links zusammensuchen, die "beweisen", dass wir von Reptiloiden kontrolliert werden - da berichten die Medien ja auch nie darüber!

    Ich mache Ihnen ein Angebot: Ich nehme Kontakt mit der MDR-Pressestelle auf und bitte die, Ihnen einen Tag lang Zugang zu einer MDR-Redaktion Ihrer Wahl zu verschaffen, damit Sie dort einen Tag hospitieren und mitbekommen, wie die Redaktion arbeitet, Entscheidungen getroffen und Themen ausgewählt werden (Ich garantiere nicht, dass das klappt!).

    Als Gegenleistung schreiben Sie mir einen Bericht von dem Tag mit Ihren Unterstellungen und den dazu passenden Beobachtungen.

    Bedingung von mir: Ich darf eine Einleitung schreiben und den Text redigieren, sollten Passagen auftauchen, die rechtlich für mich Konsequenzen hätten (Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen....). Den Originaltext können Sie dann aber überall veröffentlichen, wo sie wollen - ich will nicht die Meinungsfreiheit einschränken, nur mich absichern, dass nicht ich belangt werde.

    Was meinen Sie?

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