Tag24/DDV Mediengruppe: „Sind unsere Jobs sicher?“

Es kommt immer mal wieder vor, dass wir Post ohne Absender aus dem Briefkasten ziehen. Was uns Anfang November ins Haus flatterte, hatten wir aber in der Form noch nicht: ein mit Computer-Schrift geschriebener Brief ohne Absender.

Zitat (Anm.: Schreibfehler im Original):

"Wir, Redakteure von TAG24, sorgen uns um die Zukunft der Firma. Darum bitten wir auf der Betriebsversammlung am 6. November um ehrliche Antworten auf unsere Fragen. Wir stehen zum Portal, möchte aber nur wegen Nachfragen nicht als Kritiker abgestempelt werden."

Nun ist bei solchen Schreiben nicht immer festzustellen, ob sie echt sind und wie ernst oder vielleicht unernst sie gemeint sind.

Nachvollziehbare Sorgen und seltsame Fragen

Bei dem vorliegenden Schreiben sind einerseits nachvollziehbare Sorgen aufgelistet, andererseits beinhaltet es aus unserer Sicht aber auch etwas seltsam anmutende Fragen.

Und schließlich verwundert, dass das an DDV-Geschäftsführer Carsten Dietmann, Tag24-Chefredakteur und -Geschäftsführer Robert Kuhne und Morgenpost-Geschäftsführer Nikolaus von Hagen adressierte Schreiben zwar um Aufklärung zur Betriebsversammlung am 6.11. bittet, bei uns aber erst in der darauffolgenden Woche eingegangen ist.

Gleiches ist ebenso im Verlag passiert – auch dort erreichte das Schreiben die Hausspitze erst nach der Betriebsversammlung.

Wir haben uns entschieden, die angeschriebenen Herren trotzdem um Rede und Antwort zu bitten. Das folgende Interview ist am 21.11. geführt, am 26.11. zur Autorisierung vorgelegt und am gleichen Tag autorisiert zurückgekommen.

Robert Kuhne: "Es ist mir rätselhaft, wie man mich so missverstehen kann"

FLURFUNK: Ich zitiere wörtlich aus dem anonymen Schreiben: „Laut Augenzeugen zufolge wollte Robert bei 5 Jahre TAG24 nicht auf weitere 5 Jahre anstoßen. Nur auf ein weiteres Jahr zunächst. Wie ernst ist die Lage?“ Wie ernst ist denn die Lage bei TAG24?

Robert Kuhne: Wer mich kennt, weiß, dass ich gern das Tempo hochhalte und einfach eine gewisse Spannung liebe. Deswegen kann ich bei einer 5-Jahresfeier nicht einfach sagen: „Auf die nächsten 5 Jahre!“ Das würde mich ersticken! Ich brauche einfach diesen Druck und dieses Tempo im Team. Es ging mitnichten darum, nicht auf die nächsten fünf oder zehn oder 20 Jahre blicken zu können. Ich will nicht, dass sich jemand ausruht und sagt, das wird schon – es ging mir einfach darum, die Spannung hochzuhalten. So habe ich das auch gesagt. Wer immer das geschrieben hat, muss eigentlich von außen kommen – es ist mir rätselhaft, wie man mich so missverstehen kann.

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