FLURFUNK-Podcast 38: Medienpartnerschaften – wie weit darf man gehen?

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Inhalte Folge 38:

Wahrscheinlich gab es über den Dresdner Semperopernball noch nie so viel Berichterstattung wie in diesem Jahr. Freuen dürfte das die Verantwortlichen allerdings weniger.

Drama! Der Dresdner Semperopernball ist in aller Munde. Jedoch nicht, weil die Kleider und Anzüge der Debütant*innen in diesem Jahr besonders schön wären, sondern wegen der Vergabe des St.-Georgs-Ordens an den ägyptischen Machthaber El-Sisi. Die Preisverleihung steht in der Kritik.

Tagesschausprecherin Judith Rakers, die den Ball in diesem Jahr moderieren sollte, bat um Auflösung ihres Vertrages. Auch die eingesprungene Brisant-Moderatorin Mareile Höppner sagte kurz darauf wieder ab. Der Grund: Drohungen und Hass im Netz gegen sie und ihre Familie. Nun sei eine neue Lösung gefunden. Wer allerdings an der Seite von Roland Kaiser den Ball am Freitag moderieren wird, soll noch geheim bleiben – auf die Ordensvergabe werde gänzlich verzichtet. Weitere Teilnehmer*innen haben inzwischen ebenfalls abgesagt.

Für uns ist an dem ganzen Geschehen vor allem eine Frage spannend: Wie gehen die Medienpartner mit dieser Situation um? Sowohl MDR als auch DDV-Mediengruppe sind Partner des Semperopernballs – der MDR überträgt die Veranstaltung seit Jahren live im Fernsehen. Aus diesem Anlass sprechen wir in dieser Folge grundsätzlich über die Bedeutung von Medienpartnerschaften. Welche Grenzen zwischen Redaktion und Unternehmen beziehungsweise dessen Partnern gibt es? Welche Regeln gelten und wann sollte bei Problemen die Reißleine gezogen werden? Eine kleine Überraschung haben wir auch noch parat.

Links zur Folge

Das Drama mit der Medienpartnerschaft

Worüber wir auch hätten sprechen können

Im FLURFUNK-Podcast beschäftigen sich Peter Stawowy und Lucas Görlach mit aktuellen Entwicklungen und Umbrüchen in der mitteldeutschen Medienwelt. Dazu sprechen sie auch mit Persönlichkeiten, Experten und Kritikern der Kommunikationsbranche.

Der FLURFUNK-Podcast ist eine gemeinsame Produktion von FLURFUNK, dem Medienblog, und EinfachTon.

1 Kommentar
  • Heiko Frey
    März 7, 2020

    „Medienpartnerschaften: Welche Grenzen zwischen Redaktion und Unternehmen beziehungsweise dessen Partnern gibt es? Welche Regeln gelten und wann sollte bei Problemen die Reißleine gezogen werden?“

    Zu diesen Fragen wurde recht ausführlich hier im Podcast geantwortet. Aber was nützt es, wenn große sächsische Leitmedien regelmäßig diese Grenzen überschreiten?

    Mehrfach in den letzten Wochen konnte man in der Wochenendbeilage der Sächsischen Zeitung „by SÄCHSISCHE.DE“ redaktionelle Reiseberichte lesen - z. B. am 8./9. Februar über Portugal. An diesem Wochenende wurde über Inselhüpfen in Griechenland geschwärmt. Selbstverständlich findet man am Ende der Artikel immer den Hinweis, dass diese Reise/ Recherche vom Unternehmen X.Y. unterstützt wurde.

    Absolut nicht selbstverständlich ist allerdings die Tatsache, dass im Anschluss der beiden hier genannten Artikel eine großformatige Werbung von SZ-Reisen „IMMER EIN ERLEBNIS“ folgt, die natürlich Portugal oder Griechenland als Ziel anbietet.

    Dass die Wochenendbeilage als Verlagssonderveröffentlichung gekennzeichnet wird, dürfte dabei weniger relevant sein. Vielmehr stört die Nähe zwischen vermeintlicher Redaktion und der Werbung, die im Übrigen auch nicht als „Anzeige“ gekennzeichnet wird.

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