Rückblick, zweiter Teil: das Dresdner Medienjahr 2010

Hoch die Tassen, ein neues Jahr hat begonnen! Ich bin mal nicht so mutig und schicke Ankündigungen vorab in die Welt, die ich am Ende vielleicht nicht halten kann. Nur so viel: Es soll bald weitere Flurfunk-Tassen geben. Werden es keine Neujahrs-Tassen, so doch zumindest Frühlings-Tassen. Sicher aber keine Falt-Tassen (kleiner Facebook-Insider - mehr zum Thema "Tassen" unten).

Statt Ankündigungen präsentiere ich lieber hier den zweiten Teil des Flurfunk-Jahresrückblicks auf 2010 - dieses Mal mit persönlichen Anmerkungen. Wie bei "Die 20 meistgeklickten Beiträge bei Flurfunk Dresden im Jahr 2010" schon beschrieben, zählt das Statistikprogramm erst seit Mitte des Jahres. Bei einem so spezialisieren Themenblog wie Flurfunk Dresden haben die Zugriffszahlen aber sowieso nur eine begrenzte Aussagekraft (behaupte ich mal). Deswegen hier die Highlights des Dresdner Medienjahrs aus ganz persönlicher Sicht (also von Peter Stawowy).

In der folgenden Liste sind also auch Beiträge enthalten, die zuerst im Presseclub-Dresden-Blog erschienen waren.

Also, hier, bitteschön:

Das Dresdner Medienjahr 2010

Januar 2010

Ein Highlight der besonderen Art lieferte der MDR bzw. der Semperopernball. Weil man am Übersetzer gespart hatte, drückte La Toya Jackson ganz mächtig auf die Tränendrüse - allerdings die Lachtränendrüse. Zum Glück tauchte ein Mitschnitt kurze Zeit später bei Youtube auf und wurde gleich mal zu unserem Video zum Wochenende: La Toya Jackson beim Semperopernball. Im Januar 2010 erschienen, aber immernoch lesenswert: Der Gastbeitrag von Michael Hiller vom DJV Sachsen, der auf meine Einladung mal sein Wissen zur aktuellen Situation der Vergütung journalistischer Arbeit im Freistaat Sachsen für das Blog des Presseclub Dresden aufgeschrieben hat.

Weitere erwähnenswerte Geschichten im Januar 2010:
“Sächsische Zeitung” startet bei Facebook und StudiVZ durch
Exklusiv: MDR kooperiert mit “SZ-Online” und “LVZ-Online”
Oliver Radtke neuer Geschäftsführer beim DD+V

Februar 2010

Für viel Diskussionsstoff bishin zum Vorwurf des medialen Kleinkriegs sorgte dieser Abgang: "Peter Dyroff verlässt 'Skunk', 'Mittelpunkt' und 'Pressepost'". Wesentlich mehr und vor allem sachlichere Kommentare sammelte allerdings die Mitteilung von "Johannes Lohmeyer, FDP: 'Dresden verschläft das Internetzeitalter'" - die immer noch die Liste der meistdiskutierten Beiträge anführt. Immerhin ist die Stadtmarketinggesellschaft inzwischen ganz offenbar aufgewacht.

Weitere erwähnenswerte Geschichten im Februar 2010:
Serie: Dresdner Medien zum 13. Februar
MDR-Rundfunkrat: Zimmermann nicht in Verwaltungsrat gewählt

März 2010

Es kommt vor, dass man sich über Berichte in der Zeitung aufregt - das war auch der Grund für unsere Anmerkungen zum “SZ”-Bericht: “Dresden bekommt einen zweiten TV-Sender”. Eine richtig gute Zusammenfassung einer von mir moderierten Veranstaltung lieferte Frank Müller mit seinem Text: Soeben in Dresden gelandet: das Web 2.0. Schade, dass der Kollege nicht öfter Zeit hat, für uns zu schreiben!

April 2010

Viel böses Blut gab es im April - vielleicht war das auch der erste Schritt, sich als Autor vom Presseclub Dresden zu lösen: “Dresdner Pressepost”: Marko Beger übernimmt Leitung. Mir wurde da klar: Im Grunde will ich oft noch viel deutlicher kommentieren. Dabei aber stört(e) eben die Tatsache, dass die Beiträge auf Presseclub Dresden immer auch als Meinungsäußerung des Clubs selbst wahrgenommen werden könnten. Wesentlich mehr Leute dürfte allerdings die doch recht ungewöhnliche Entwicklung bei Coloradio & Co. interessiert haben, denn plötzlich waren die Freien Radios nicht mehr über Apollo-Frequenzen zu hören.

Weitere erwähnenswerte Geschichten im April 2010:
“Sachsensumpf”: Diskussion um Namensnennung von angeklagten Journalisten
Lesehinweis: Wahlkampf-Parodie vor Gericht

Mai 2010

Im Mai versuchte ich mich zum ersten Mal an einem Video-Interview: Martin Deitenbeck: “Wer mehr will, muss es auch finanzieren” hieß die Geschichte, für die ich den Geschäftsführer der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) zur Situation der Freien Radios in Sachsen vor meine neu angeschaffte Kodak ZI 8 gebeten habe.
Alles neu macht der Mai? Naja, fast. Der DNN-Chefredakteur gründete einen Leserbeitrat (Dirk Birgel: “ein Gegenmittel zur Betriebsblindheit”), die “ZEIT” für Sachsen ging an den Start und DNN-Online erfuhr einen Relaunch. Außerdem konnten wir vermelden, dass zwei neue Lokalfernsehsender nun im digitalen Kabel-Netz zu empfangen waren (Doppelter Sendestart: Ab 20. Mai sind 8 Dresden und DresdenEins über Kabel Deutschland zu empfangen).

Juni 2010

Zwei weitere Schritte, sich vom Presseclub Dresden hin zum eigenen Blog zu verändern: Ich beteiligte mich an der Blogger-Aktion Vier Sätze für den Journalismus - ein Beitrag, der nicht so richtig auf die Seite des Presseclub Dresden passte. Und: Mein Kommentar zur Live-Berichterstattung im Internet von der Geiselnahme bei H&M bei Leipzig Fernsehen (Zur Live-Berichterstattung von der Geiselnahme bei “H&M” in Leipzig) führte zu einer dpa-Meldung. Die dpa-Kollegin hätte mich schon sehr gern als Medienexperten des Presseclub Dresden dargestellt...

Weitere erwähnenswerte Geschichten im Juni 2010:
Stadt wird interaktiv: “Dresdner Debatte” zum Neumarkt gestartet
“BILD Dresden”: Unterschrift verweigert, Top-Model ausgeschnitten

Juli 2010

Der Neustart kam dann im Juli: In dem Beitrag: Was gibt’s Neues: Medien-Flurfunk aus Dresden, Sachsen und dem Rest der Welt am 8.7. waren die Vorbereitungen zum eigenen Blog soweit, der Öffentlichkeit präsentiert zu werden. Die Kollegen von der IG Kraftwerk Mitte verkündeten den Start ihrer Initiative und versorgten den Flurfunk gleich mal mit einer Pressemitteilung (“IG Kraftwerk Mitte”: Film-, Medien- und Grafikfirmen wollen mit ins Kunstkraftwerk). Außerdem konnte ich nicht umhin, mal einen Überblick über die Dresden-Facebook-Seiten zu erstellen, nachdem ich mich doch sehr wundern musste: Wie die Landeshauptstadt Dresden und ich bei Facebook Freunde wurden.

Weitere erwähnenswerte Geschichte im Juli 2010:
CoWorking Dresden e.V.: Freiberufler gründen Verein

August 2010

Die zweite - und bislang letzte - Version von Flurfunk-TV folgte im August. Dieses Mal mussten Jana und Ralf herhalten: IG Kraftwerk Mitte: “Cluster zwischen Wirtschaft und subventionierter Kultur". Dann bekamen wir daheim Besuch vom ZDF, das auf der Suche nach Internet-Junkies war: “ZDF Blickpunkt” bei stawowy media: Macht uns das Internet krank? Außerdem wussten wir mit als erste über die Veränderungen bei MDR Sputnik Bescheid und hatten exklusive O-Töne: Umbau im Programm von MDR Sputnik: “Reichweite und Anspruch”. Das Amtsgericht Dresden verkündete schließlich sein Urteil im Journalisten-Prozess.

September 2010

Zwei Highlights, die den Spaß an der Bloggerei erst so richtig beflügelt haben, gab es im Herbst: Das erste war die Berichterstattung zur Wahl der MDR-Direktoren, brachte mich doch eine ausführliche Recherche dazu, die bis dahin nur als Spekulationen kolportierten Namen als im Grunde gesetzt zu melden: MDR-Direktoren: Jacobi wird Fernsehchef, Viroli übernimmt Landesfunkhaus Sachsen. Das zweite Highlight aus meiner Sicht: Die Wahl zum SLM-Medienrat, die nach sehr kurzfristiger Verschiebung durch den Landtag schließlich im November erfolgte.

Weitere erwähnenswerte Geschichten im September 2010:
#StaDDrat: Twitter-Begleitung künftig ohne Patrick Schreiber und André Schindler
“DNN”: Christoph Springer bloggt
“Zynisch”: Presserat rügt “Sächsische Zeitung”

Oktober 2010

Anton Launer aka Jan Frintert bei BILD-Online (Pfeil von uns)

Klicktechnisch das Topthema im Oktober, obwohl in meinen Augen eher lächerlich, der missglückte Twitter-Witz des MDR-Intendants: “War natürlich als Joke gemeint”: Udo Reiter im Social-Media-Fettnapf. Exklusiv konnten wir dafür den neuen SPIEGEL-Mann für Dresden vermelden - vielleicht, weil es sonst niemanden interessiert oder Medien eben nicht über Medien berichten? Jedenfalls wird dieser Beitrag immer noch gern gesucht und gefunden: Maximilian Popp neuer “SPIEGEL”-Korrespondent in Dresden.

Weitere erwähnenswerte Geschichten im Oktober 2010:
Ist ER Dresdens prominentester Blogger? Anton Launer in “BILD Dresden”
Das Netz motzt: Kritik am Facebook-Kino-Event im Dresdner UFA-Palast

Bildblog über “Sächsische Zeitung”: Rechenfehler auf Seite 1
DVB lässt inoffiziellen Twitter-Account @DVBAG sperren
Coworking Dresden e.V.: neue Webseite lädt zum Kennenlerntag ins CoOprheum

November 2010

Die Sache mit den Themenhnweisen, die per Mail oder auf anderem Wege zu uns kommen, bekommt immer größere Bedeutung. An einer Stelle deutlich zu merken: Steinmetz, Kruse, Waitz, Grüning, Sagurna: der neue SLM-Medienrat ist gewählt - im Grunde hätten wir die Meldung auch sehr deutlich vor Verkündung des Wahlergebnisses im Landtag bringen können. Ein Hoch auf die neuen Kommunikationswege!

Weitere erwähnenswerte Meldung im November 2010:
IPR.D.I.: Prof. Wolfgang Schweiger gründet PR-Institut für Dresden und Ilmenau

Dezember 2010

Im letzten Monat des Jahres 2010 kam es nochmal so richtig dicke. Die Meldung Reiter: MDR-Intendant löscht Twitter-Account, Nachspiel im Rundfunkrat führte zur Verlinkung u.a. im Bildblog (der zweiten in 2010) und zum mehrfachen Serverdown und schließlich zum Serverumzug (der jetzt übrigens vollbracht ist - danke, Oli!). Das Recherchefieber packte mich, als es um die Nachfolge von SUPERillu-Chefredakteur Jochen Wolff ging - ich telefonierte durch die gesamte Republik. Allerdings hatten die Kollegen vom kress (eigentlich logisch) die Nase vorn, den kolportierten Namen des Nachfolgers zuerst zu melden. Wenigstens hatte ich da schon das Gerücht bestätigt, dass wohl auch Sergej Lochthofen Gespräche über den Posten geführt hatte: SUPERillu: Robert Schneider folgt 2011 auf Jochen Wolff als Chefredakteur.

Weitere erwähnenswerte Meldungen im Dezember 2010:
MDR Sputnik: Programmchef Eric Markuse geht
DMG: Stadt Dresden startet offiziell bei Facebook
BISS.FM, die Initiative für ein besseres Radio in Sachsen, stellt Aktivitäten ein
Lesehinweis: Übersicht über Blogs in Sachsen

Soweit die subjektive Linksammlung über das Dresdner Medienjahr 2010. Noch ein Wort zu den oben erwähnten und gezeigten Tassen: Es begann im August. Wir hatten uns sehr kurzentschlossen dazu durchgerungen, für den Besuch des ZDF-Teams den Namen Flurfunk Dresden irgendwie sichtbar zu machen und entschieden uns für Tassen (die dann zwar zu sehen, aber nicht leserlich waren!). Wenig später folgte bei einem Redaktionsbesuch die feierliche Beschenkung mit einer "DNN"-Tasse. Das bei Facebook hochgeladene Foto hatte eine Art Tassensturm zur Folge - wer bei Facebook schaut, wird doch eine ganze Reihe Medientassen-Fotos finden. Und ja, wir haben noch alle im Schrank und benutzen diese fleißig! Danke auf diesem Wege an alle Tassenspender!

Der Dank geht aber auch in andere Richtung: Ich möchte mich ganz herzlich bedanken bei allen, die mich bei der Bloggerei unterstützt haben - ob als (Gast-)Autor, Tipp-Geber, Technik-Supporter, Tassen-Einsender oder einfach als Twitter-Verfolger oder Facebook-Fan.

Danke auch an die fleißige Leserschaft - ich bin jetzt schon gespannt, wie der Medienrückblick 2011 aussehen wird!

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