Hat Alexander Prinz aka „Der dunkle Parabelritter“ keine Lust mehr auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk? In der MDR-Rundfunkratssitzung am vergangenen Montag stellte ein Rundfunkratsmitglied die Frage, warum der Vertrag von Prinz mit FUNK beendet worden sei. Schon vorher war bekannt, dass Prinz Zielgruppe zu alt für FUNK sei.
Hinzu kommt: Nach verschiedenen Äußerungen von Prinz in der Öffentlichkeit hätte man den Eindruck gewinnen können, dass die Zusammenarbeit mit FUNK aufwendig und anstrengend war.
Im MDR-Rundfunkrat kam von den Programmverantwortlichen der Hinweis, dass es weitergehen werde mit Prinz im öffentlich-rechtlichen Kosmos – mehr wurde noch nicht verraten. Wir haben nachgefragt.
Kann die AfD den MDR abschalten?
Das ist mal ein starkes Stück: Der MDR-Sachsen-Politik-Podcast ist der Frage nachgegangen, ob die AfD im Falle einer Regierungsübernahme in einem der drei MDR-Länder (naheliegend wäre hier zum Beispiel Sachsen-Anhalt) den MDR abschalten könnte.
Die Frage ist realistisch, denn verschiedene AfD-Vertreter haben genau das angekündigt. Und tatsächlich sind die Rundfunkstaatsverträge durch Ministerpräsidenten kündbar. Kündigungsfrist für den MDR-Staatsvertrag: zwei Jahre.
Aber was passiert dann?
MDR im Spannungsfeld: Auftrag, Kritik und Kostendruck, 2.2.2026, Radebeul
Terminhinweis mit FLURFUNK-Beteiligung: Die Volkshochschule Radebeul und die Stadt Radebeul laden im Rahmen der Reihe „Miteinander im Gespräch“ am Montag, 2.2.2026, zu einer öffentlichen Diskussion über die Zukunft des Mitteldeutschen Rundfunks ein. Beginn ist 18 Uhr im Radebeuler Kultur-Bahnhof (Sidonienstraße 1c).
Titel: „MDR im Spannungsfeld: Auftrag, Kritik und Kostendruck“.
Meine Medien-Trends für 2026: Vertrauen wird gewinnen
Die internationale Nachrichtenlage überschlägt sich gefühlt im Stundentakt. Nachrichtenvermeidung ist längst kein Randphänomen mehr, sondern purer Selbstschutz. Und genau darin liegt ein Schlüssel zum Verständnis der Medienzukunft. Die Medienbranche befindet sich nach wie vor in einem rauschenden Transformationsprozess. Wir sitzen im Zug und wissen nicht, wohin die Reise geht. Man könnte auch denken, der Zug wird ...
Ein Anfang: Öffentlich-Rechtliche geben sich KI-Kodex
Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD, ZDF, Deutschlandradio und Deutsche Welle haben sich einen KI-Kodex gegeben. „Mit ihrem sechs Punkte umfassenden KI-Kodex bringen die Partner die neuen Möglichkeiten, die Künstliche Intelligenz bietet, in Einklang mit dem öffentlich-rechtlichen Auftrag und den gemeinsamen Werten“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Der erste Eindruck ist: sehr oberflächlich und allgemein gehalten. Aber die Richtung stimmt.
Zentrale Kontrollinstanz für den ÖRR: Neuer Medienrat kommt nach Weimar
Die Geschäftsstelle des neuen Medienrates des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird an der Bauhaus-Universität Weimar angesiedelt. Das haben die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten de Länder am 4.12.2025 in Berlin beschlossen.
„Zutiefst unseriös“: Weitere Reaktionen und Berichte über OBS-Studie
Die von mir erstellte Studie über die Aufsichtsgremien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ÖRR) (vgl. FLURFUNK vom 28.2.2025: "Aufsicht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mangelt es an Transparenz") sorgt weiter für Reaktionen und Berichterstattung. Eine erste Sammlung an Rückmeldungen hatte ich ja bereits hier dokumentiert: "DLF-Hörfunkrat widerspricht, ARD-GVK kritisiert: Reaktionen auf OBS-Gremien-Studie" (FLURFUNK vom 9.3.2025). epd Medien bespricht Studie Der Medienwissenschafter und ...
DLF-Hörfunkrat widerspricht, ARD-GVK kritisiert: Reaktionen auf OBS-Gremien-Studie
"Der Deutschlandradio-Hörfunkrat widerspricht einer Studie der Otto-Brenner-Stiftung zur Zusammensetzung der Aufsichtsgremien im öffentlich-rechtlichen Rundfunk", schreibt epd-Medien in einem Beitrag vom Freitag (7.3.2025). Wörtlich ist da zu lesen: "Deren Befund, es gebe noch immer einen zu großen Einfluss der Politik in den Rundfunkräten und anderen Gremien, decke sich nicht mit den Erfahrungen in der Gremienarbeit, erklärten Mitglieder des ...
Sachsen-Monitor 2023: Glaubwürdigkeit der Medien geht zurück
Die Sächsische Staatsregierung hat heute (23.1.2024) den 5. Sachsen-Monitor für 2023 vorgestellt. Dafür wurden von Juni bis September insgesamt 2.041 Personen in ganz Sachsen befragt. Wie bei früheren Sachsen-Monitoren wurde die Befragung mittels eines standardisierten Fragebogens in persönlichen Interviews durchgeführt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die sächsische Bevölkerung ab 18 Jahren. Glaubwürdigkeit der Medien Ein Kapitel befasst sich ...
Terminhinweis: „Wie weiter mit dem ÖR?“ 26.4.2023, Döbeln
Terminhinweis: Ich (Peter Stawowy, Autor dieses Blogs) bin am 26.4.2023 beim Projekt Spektrum3000 (einem SLM-geförderten Projekt) geladen. Thema sind die Zukunft und die Vorgänge der jüngeren Zeit beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Titel der Veranstaltung: "Expertengespräch: Skandalös, altbacken und aufgebläht – Wie weiter mit dem ÖR?" In der Einladung heißt es: "Wir haben Peter Stawowy eingeladen, mit uns ...
EMFA: EU-Kommission und Bundesländer streiten über Pressefreiheit
Die Pressefreiheit gehört zu den wichtigsten Gütern der liberalen Demokratie. Um sie zu schützen, hat die Europäische Kommission den European Media Freedom Act (EMFA) initiiert.
Aktuell wird der Vorschlag im Europäischen Parlament und im Ministerrat, dem Gremium der Mitgliedsstaaten, diskutiert. Doch Widerstand kommt von unerwarteter Seite.
Ausgerechnet die deutschen Bundesländer sind gegen die aktuelle Fassung des EMFA. Warum eigentlich? Und kann der EMFA am Ende sogar daran scheitern?
Reformen des ÖRR: Was bei Bürgerbeteiligung zu beachten ist
Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk soll also weiterentwickelt werden. Ein Ziel: eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung. Dafür soll diese sogar beim Reformprozess eingebunden werden – zumindest irgendwie. Dr. Christopher Brinkmann ist auf Bürgerbeteiligung spezialisiert – und hat einige Hinweise, was bei so einem Prozess zu beachten ist.









