Lüüüschnbressäää – Pegida-Bingo für Journalisten

Immer wieder Montags, immer wieder Pegida: Flurfunk-dresden.de hat Mitleid mit den vielen Journalisten-Kollegen, die sich bereits zum 21. Mal in Dresden am Montagabend unters Volk mischen müssen, um neues Futter für die böse Lügenpresse zu liefern. Wir wissen: Als Journalist auf der Pegida-Demo hat man wirklich nichts zu lachen. Was sich Medienvertreter da schon alles anhören mussten, hat flurfunk-dresden.de in vielen Kollegengesprächen aufgeschrieben und gesammelt.

Wir sind deshalb sehr stolz darauf, Ihnen als Ergebnis unserer Recherche das Pegida-Bingo präsentieren zu dürfen. Wir sind schon gespannt, wer beim nächsten Pegida-Treffen als Erster “Bingo” schreit!

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Radio Dresden: Entschuldigung nach Clickbait-Vorwurf

Screenshot Radio Dresden Facebook-Fanpage
Screenshot Radio Dresden Facebook-Fanpage

Die Nachricht vom Flugzeugabsturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen geht um die Welt, auch in den lokalen Medien gehört die Flugzeug-Katastrophe aktuell zu den Top-Themen. Bei Radio Dresden ist man bei der Berichterstattung auf der eigenen Facebook-Fanpage dabei etwas übers Ziel hinausgeschossen: Am 24.03. erklärte Radio Dresden mit einem Foto (siehe Screenshot) den Like-Button zum Kondolenz-Button.

Über 20.000 Likes (Stand: 25.03., 10 Uhr) hat der Facebookeintrag inzwischen gesammelt. Das fanden allerdings nicht alle Radio Dresden-Fans likenswert: Einige User warfen Radio Dresden “ekelerregendes Clickbait” vor.

Meint: Radio Dresden wolle mit der traurigen Nachricht viele Klicks und damit eine höhere Reichweite im Netz generieren. Der Radiosender hat sich jetzt für den Post offiziell entschuldigt (s. Screenshot unten).

Screenshot: Facebook-Fanpage Radio Dresden
Screenshot: Facebook-Fanpage Radio Dresden

 

“Freie Presse”: Einstweilige Verfügungen gegen “Wochenspiegel”-Bericht

Zeitungskrieg im Erzgebirge: Die Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG (u.a. “Freie Presse”) und der Verlag Anzeigenblätter GmbH Chemnitz (u.a. “Blick”) haben einen einstweilige Verfügung gegen den Verlagsgesellschaft Bergstraße mbH (u.a. “Wochenspiegel Erzgebirge”) erwirkt. Der Beschluss des Landgericht Leipzig trägt das Datum vom 17.3.2015.

Der Beschluss selbst ist gegen einen Artikel im “Wochenspiegel Erzgebirge” gerichtet, der in der Ausgabe vom 6.3.2015 erschienen und weiterhin im Internetangebot unter www.mediengruppe-erzgebirge.de abzurufen war. Der Text mit dem Titel: “Freie-Presse-Leser abkassiert” stellte u.a. einen Zusammenhang her zwischen der jüngsten Abo-Preiserhöhung der “FP” und dem Wettbewerb um Anzeigenkunden, der zwischen “Blick” und “Wochenspiegel Erzgebirge” läuft.  Continue reading

@smac_sachsen beteiligt sich an Kampagne #MuseumWeek

Das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz, kurz SMAC, beteiligt sich an der internationalen Twitter-Kampagne #MuseumWeek. Die Aktion trägt den Untertitel “7 Tage – 7 Themen – 7 Hashtags” und beginnt heute.

Um teilnehmen zu können, hat das SMAC eigens den Twitter-Account @smac_sachsen gestartet. Continue reading

“Es gibt Werbung und es gibt Journalismus”

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Wie soll man das jetzt bewerten? In der “Sächsischen Zeitung” vom 21.3.2015 ist im Kulturteil (S. 13) eine Anzeige des Boulevardtheater Dresden zu finden. Darin wirbt das Theater für sein aktuelles Stück “Familie Bernd Seifert” – und zwar mit der Rezension, die ursprünglich in den “Dresdner Neuesten Nachrichten” erschienen ist.

Dem Artikel vorangestellt ist folgender kurzer Text (s. Screenshot), gekennzeichnet mit dem Logo des Boulevardtheaters und unter einem dünnen Strich, der mit dem Wörtchen “Anzeige” das Folgende als Werbung kennzeichnet: Continue reading

Lesehinweis: Kritik an Bloggerpaten-Aktion der Leipziger Buchmesse

Lesehinweis: Die Leipziger Buchmesse hat dieses Jahr eine Aktion unter dem Titel “buchmesse:blogger” durchgeführt. Ziel war dabei, die “deutschsprachigen Buchblogger mit allen Persönlichkeiten der Branche, von Autoren über andere Blogger bis hin zu Verlegern oder Literaturvermittlern” zusammenzubringen (zitiert von der Vorstellung des Projektes unter leipziger-buchmesse.de/buchmesseblogger).

Die Umsetzung der Aktion ist aber nicht bei allen beteiligten Bloggern gut angekommen… Das Buchblog Intellectures war bei der Aktion dabei – und beschreibt in einem Blogposting, was alles nicht so richtig funktioniert hat. Zitat:

“Last but not least muss Schluss gemacht werden mit der gekünstelten Trennung von Journalismus und Blog. Es gibt gute Blogs, so wie es gute Feuilletons gibt, und schlechte Blogs, so wie es schlechte Medien gibt. Blogosphäre und Medien muss man nicht gegeneinander ausspielen, sie könnten sich gut ergänzen. Es ist Zeit für Differenzierung, für einen genauen Blick. Nur dann wird man die Stärken und Schwächen beider finden und die Chancen der Koexistenz sichtbar machen können.”

Ohne sich über den einen Blogbeitrag ein komplettes Urteil über den Erfolg oder Misserfolg der gesamten Aktion bilden zu wollen: Hier ist offenbar etwas schief gegangen.

Das Blogposting bei intellectures.de trägt den Titel: “Bloggerpate – Ein ärgerliches Missverständnis“.

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit: Alexandra Kruse jetzt im Wirtschaftsministerium

Alexandra Kruse
Alexandra Kruse

Neue Aufgabe für Alexandra Kruse: Seit 9.3.2015 ist sie als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SWMA) tätig. Kruse arbeitete bislang auf der anderen Elbeseite: in der Pressestelle der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag. Dort war sie in gleicher Funktion, die Nachfolge ist noch nicht geregelt.

Das SMWA untersteht seit November 2014 Staatsminister Martin Dulig (SPD). Nicht mehr in der Pressestelle ist Florian Schaefer. Continue reading

Leipzig School of Media: Frühbucherrabatt bis Ende März

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Frühbucherrabatt bis Ende März: Die Leipzig School of Media (LSoM) startet Bewerbungsphase für die berufsbegleitenden Masterprogramme.

logo_lsom_300dpiDie Weiterbildungseinrichtung bietet die Studiengänge New Media Journalism, Crossmedia Management, Corporate Media und Mobile Marketing an, die Fachkräfte aus den Branchen Journalismus, Marketing und Unternehmenskommunikation berufsbegleitend absolvieren können.

Bewerber, die sich frühzeitig für ein Studium ab Oktober 2015 entschließen, können Geld sparen. Wer seine Bewerbungsunterlagen bis Ende März einreicht und der LSoM danach bis Ende April einen unterschriebenen Studienvertrag vorlegt, erhält einen Frühbucherrabatt in Höhe von zehn Prozent. Dieser Rabatt bezieht sich auf die Summe der gesamten Studiengebühren, die während der drei- beziehungsweise viersemestrigen Masterprogramme anfallen. Je nach Studiengang lassen sich so zwischen 1200 und 1800 Euro sparen.

Wer sich zunächst genauer über das Angebot informieren möchte, hat dazu am 25. April Gelegenheit. Dann lädt die LSoM zu ihrem Studieninformationstag. Interessierte können an diesem Tag kostenlos an Lehrveranstaltungen teilnehmen, individuelle Beratungsgespräche führen und sich mit den aktuellen Studierenden der School austauschen. Um teilzunehmen, genügt eine telefonische Anmeldung oder eine kurze Mail an anmeldung@leipzigschoolofmedia.de mit dem Stichwort “Studieninformationstag 2015″.

Die LSoM ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig und führt die Masterstudiengänge in Kooperation mit der Universität Leipzig und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) durch. Sie hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2008 als eine der führenden Bildungseinrichtungen für crossmediale Weiterbildung etabliert.

Derzeit studieren über 100 Fachkräfte aus der gesamten Medienbranche an der Hochschule. Ziel der LSoM ist es, Unternehmen und Organisationen bei der Bewältigung des digitalen Wandels und seiner Folgen zu helfen.

Informationen zu Studienangebot und Bewerbungsverfahren erhalten Sie auf der Internetseite der LSoM unter www.leipzigschoolofmedia.de/masterstudiengaenge.

Lesehinweis: Kritische Berichterstattung bei Dynamo unerwünscht?

Lesehinweis: Das sind eher ungewohnte Schlagzeilen für Dynamo Dresden. Und sie offenbaren – wenn das so zutrifft – ein interessantes Verständnis von Pressefreiheit.

“ZEIT Online” und “taz” berichten (beide Texte stammen vom gleichen Autoren), dass die SGD dem freien Sportjournalisten Ullrich Kroemer kurzfristig vor dem Pokalspiel gegen Dortmund die Arbeitserlaubnis im Stadion entzogen habe. Continue reading

Termin: Netzwerk Recherche Fachkonferenz, 20./21.3., Leipzig

Terminhinweis: Am 20. und 21.3.2015 lädt das Netzwerk Recherche zur Fachkonferenz nach Leipzig. Titel der Veranstaltung: “Vor Gericht und auf hoher See… Presserecht für die journalistische Praxis”.

Im Einladungstext ist zu lesen:

“Wo liegen die Grenzen der Verdachtsberichterstattung? Wie formuliere ich juristisch wasserdicht? Welche Auskunftsansprüche habe ich – und wie setze ich sie durch? Wie schütze ich meine Informanten? Wie weit darf ich in die Privatsphäre eines Menschen eindringen, wenn dies im öffentlichen Interesse ist?”

Und:

“Wie komme ich an Informationen, wenn Behörden mauern? Wie kann ich mich als Journalist gegen juristische Angriffe wappnen? Und wenn doch mal etwas schief geht: Wer haftet dann: ich oder das Medium, in dem mein Beitrag erschienen ist?”

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